Coronavirus-Stillstand: Tipps für den Lockdown am Dienstag, Woche 2

Die Welt dreht sich weiter, wir machen weiter mit unseren Tipps für Spiel, Spaß und Spannung daheim.

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Ein YouTube-Video zeigt die Leere in Frankfurt.

(Bild: Screenshot_Haussmann Visuals)

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Ein neuer Tag in einer außergewöhnlichen Situation: Haben Sie sich schon im Homeoffice arrangiert? Müssen Sie raus zu Ihrer Arbeit? Wir haben in unseren Tipps bereits den Menschen gedankt, die im Gesundheitswesen, in den Supermärkten und anderswo die Stellung halten. Vermehrt haben auch wir gelesen, dass es Diskussionen um online-Angebote von Medienhäusern gibt, die Informationen hinter Bezahlschranken stellen. Sicherlich kann man da unterschiedlicher Meinung sein. Während wir bei heise großteils sehr gut aus dem Homeoffice heraus arbeiten können, sieht das bei Kollegen, insbesondere bei Lokalzeitungen, anders aus. Deshalb kommt hier auch ein Dank an die Fotografin, die in leeren U-Bahn-Stationen und Innenstädten unterwegs ist, um den Lesern Bilder davon zu zeigen, und an den Redakteur, der versucht Informationen zusammenzutragen, wie man kleinen Unternehmen aus der eigenen Region helfen kann.

Da viele Angebote lokal sind – etwa Gewerbetreibende, die sich zusammenschließen und ein online-Geschäft aus dem Boden stampfen, Clubs, die Konzerte heimischer Bands streamen – ist es schwierig sie hier aufzulisten. Eine übergeordnete Plattform soll gerade entstehen. Auf LinkedIn haben sich unter dem Titel "Händler helfen Händlern" Menschen zusammengefunden, um sich auszutauschen, aber auch um eine Verkaufs- und Lieferinfrastruktur aufzubauen. Mit dabei sind große Marken, aber auch kleine Initiativen. Sollten Sie zu der Gruppe gehören, die ihre stationären Geschäfte schließen musste, vielleicht finden Sie dort Ideen, Lösungen und Wege.

Für diejenigen, die daheim sitzen und fleißig arbeiten, denen dabei aber der Weg nach draußen und die direkten sozialen Kontakte fehlen, haben wir hier Tipps von einem Psychologen und Psychotherapeuten, mit dem wir über die aktuelle Krise und die Arbeit im Homeoffice gesprochen haben.

Nun zu den weiteren Tipps:

Kurz und bündig: Nicht nur Wikipedia lässt sich prima ergänzen, auch beim Kartendienst Open Streetmap kann man sich einbringen, indem man Daten einträgt. Eine Anleitung findet sich gleich auf der Startseite des Dienstes. Danke für den Hinweis an unseren Leser Torsten.

Es scheint auch ein bisschen die Zeit zu sein, um in sich zu gehen und sich zu erinnern. Daher nehmen wir auch gerne den Tipp von Markus Mölter auf, die Modelleisenbahn aus dem Keller zu holen. Was haben Sie schon lange nicht mehr gemacht?

Steht bei Ihnen zum Beispiel noch irgendwo eine alte Gitarre rum, weil Sie mal den Plan hatten, zu spielen? Sind die Tasten Ihres Klaviers verstaubt? Okay, als erstes müsste man die Instrumente dann wohl stimmen – auch da gibt es online-Hilfen, wie hier für Gitarren. Aber danach kann es losgehen. Es gibt eine Reihe Apps, Videos und Tutorials online. Die Lernplattform Skoove eignet sich prima zum Klavierspielen Lernen für Einsteiger, es gibt kostenloses Material sowie ein kostenpflichtiges Premium-Angebot. Der Piano Booster hilft beim Notenlesen. Scotts Bass Lessons sind auf englisch, dennoch empfehlenswert (sagt der Musiker unter den Kollegen).

Immer mehr Künstler bieten online Konzerte, Vorträge, Kabarett, Poetry Slams und Lesungen an. Sie zeigen damit Initiative, die sicher unterstützenswert ist. Zum einen, weil sie andere Menschen unterhalten, zum anderen, weil sie so, wie so viele Menschen derzeit, neue Wege austesten und zeigen, wie man kreativ mit der Situation umgehen kann. Der NDR sammelt unter der Devise "Kultur trotz Corona" selbstgefilmte Clips. Vielleicht ist ja der nächste Justin Biber dabei, der damals durch seine YouTube-Videos Bekanntheit erlangte – oder etwas für andere Geschmäcker.

Auch arte hat eine gut bestückte Mediathek mit Konzerten bereits bekannter Bands. Zudem hat der deutsch-französische Sender die Initiative #UnitedWeStream unter die Fittiche genommen, bei der Berliner Clubs Konzerte ins Netz verlagern.

Der Lockdown macht Städte zu Geisterstädten. In den sozialen Medien ziehen Menschen Vergleiche zu Zombiefilmen und Apokalypse-Bildern. Das ist teilweise wirklich ein bisschen gruselig anzuschauen, aber auch lustig. Auf YouTube gibt es ein Video vom menschenleeren Frankfurt. Bei Twitter findet man ebenfalls Beiträge:

Sie haben weitere Tipps für uns und die Leser? Immer her damit, wir freuen uns – wie auch über diesen: Versuchen Sie sich doch mal am 10-Finger-System, wenn Sie das nicht eh schon drauf haben. Auch dafür gibt es Tutorials, etwa der Tipptrainer.

Wem's nicht reicht: In unseren bisherigen Lockdown-Tipps finden sich noch weitere Anregungen, die auch jetzt noch gültig sind:

Und wer sich noch nicht richtig im Homeoffice eingerichtet hat, dem ist, neben dem oben erwähnten Interview mit dem Psychologen, mit unseren Tips zum Arbeiten in Corona-Zeiten geholfen:

(emw)