Coronavirus: Tesla-Stammwerk stellt nun doch die Fertigung ein

Tesla muss sich dem Druck der Behörden beugen und in Kalifornien und New York die Produktion stoppen. In Nevada sträubt sich die Firma noch.

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Das Tesla-Stammwerk in Fremont, Kalifornien

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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Montagabend wird Tesla die Herstellung von Elektroautos am Stammwerk im kalifornischen Fremont aussetzen. Lokale Behörden haben aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Schließung aller nicht essenziellen Betriebe angeordnet. Tesla hat sich der Anordnung tagelang widersetzt und sich auf angebliche bundesrechtliche Regelungen berufen. Nachdem die lokale Polizei aber einen Hausbesuch angekündigt hatte, lenkte Tesla ein.

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Auch sein nahe der kanadischen Grenze in Buffalo, New York, gelegenes Solarzellen-Werk muss Tesla vorübergehend schließen. Ganz eingestellt wird der Betrieb aber an keinem der beiden Standorte, wie Tesla Donnerstagabend bekanntgegeben hat. Offenbar möchte die Firma weiterhin Ersatzteile für Autos, Ladestationen und Solaranlagen herstellen. Auch die US-Werkstätten halten offen, zudem werden weiter Neufahrzeug ausgeliefert. Dabei soll es aber keinen direkten Kontakt zwischen Verkäufer und Kunden geben.

In der Gigafactory in Nevada möchte Tesla aber wie gewohnt Akkus herstellen lassen. Damit widersetzt sich das Unternehmen einer Initiative des Gouverneurs des Staates. Er möchte, dass alle nicht-essenziellen Betriebe für 30 Tage schließen. Der örtliche Sheriff hingegen betrachtet die Gigafactory als "Teil der Lieferkette", weshalb sie in Betrieb bleiben dürfe, solange es keine genaueren Anweisungen des Gouverneurs gibt. Tesla-Gründer Elon Musk ist zuletzt dadurch aufgefallen, dass er die Coronavirus-Pandemie herunterspielt.

Teslas Modellpalette (33 Bilder)

Der Roadster war Teslas erstes Serienauto, das neue Modell soll 2020 auf den Markt kommen.
(Bild: Tesla)

(ds)