Vodafone spendiert "systemrelevanten" Personen 100 GByte Datenvolumen

"Systemrelevante" Berufsgruppen mit Vodafone-Tarif bekommen 100 GByte zusätzliches Datenvolumen. Das Zusatzvolumen gilt für 30 Tage.

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Coronavirus: Wie die Mobilfunkprovider ihre Tarife aufstocken

(Bild: Farknot Architect/Shutterstock.com)

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Von
  • Daniel Herbig

Vodafone schenkt Kunden in "systemrelevanten" Berufen 100 GByte zusätzliches Datenvolumen. Voraussetzung ist, dass man einen Vodafone-Tarif abgeschlossen hat – das Angebot funktioniert mit den Red-Tarifen (ab 2014), den Young-Tarifen (ab 2016), den Smart-Tarifen (ab 2013) sowie den Easy-Tarifen, den "Red+ Allnet"-Tarifen und den CallYa-Tarifen.

Um die 100 GByte einzustreichen, muss man sich über ein Vodafone-Formular bewerben. Dabei müssen Name, Mobilfunknummer und der Grund für die eigene "Systemrelevanz" angegeben werden. Bei erfolgreicher Registrierung dauert es laut Vodafone bis zu 72 Stunden, bis das zusätzliche Datenvolumen bereitsteht. Die 100 GByte gelten dann für 30 Tage (bei CallYa 28 Tage), registrieren kann man sich bis zum 30. April. Das Datenvolumen kann nur in Deutschland benutzt werden.

Für das zusätzliche Datenvolumen infrage kommen laut Vodafone Berufsgruppen wie zum Beispiel Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten, Kassierende, Postboten, Lieferanten oder Feuerwehrkräfte. Die Angaben im Anmeldeformular will man "stichprobenartig" prüfen, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit.

Neben Vodafone haben auch andere Provider ihr Angebot angesichts der Ausbreitung des Coronavirus verbessert: Während die Deutsche Telekom ihren Kunden 10 GByte auf das Datenvolumen draufschlägt, entschärft Telefónica die Drosselung nach Ablauf des inklusiven Datenvolumens.

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Die Provider-Maßnahmen in der Übersicht:

  • Telefónica stellt Kunden ihr gewohntes Datenvolumen zur Verfügung, drosselt die Geschwindigkeit aber weniger stark, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Bisher mussten Kunden nach dem Ausschöpfen des Inklusiv-Volumens mit 32 Kbit/s zurechtkommen, nun können sie mit 384 Kbit/s weitersurfen. Das betrifft alle Prepaid-Tarife und Verträge von O2, Blau sowie Aldi Talk für Geschäfts- und Privatkunden. Die Ausnahmeregelung gilt bis Ende Mai.
  • Die Deutsche Telekom stockt die MagentaMobil-Tarife pauschal um 10 GByte an Datenvolumen auf. Das gilt für Verträge, Prepaid-Optionen und Kombi-Cards, solange die Tarife nicht vor 2011 abgeschlossen wurden. Kunden können sich das zusätzliche Datenvolumen in der MeinMagenta-App abholen. Die 10 GByte werden wie normales Datenvolumen behandelt, verfallen also am Monatsende. Bis wann das zusätzliche Datenvolumen angeboten wird, ist nicht bekannt.
  • Die Telekom-Tochter Congstar, zu der auch ja! mobil und Penny Mobil gehören, gibt ihren Kunden einmalig über die App zusätzliche 5 GByte an Datenvolumen in allen Prepaid- und Postpaid-Tarifen. Diese 5 GByte können über 31 Tage genutzt werden. Auf Nachfrage von heise online bestätigte Congstar, dass dieses Angebot nicht mehrfach in Anspruch genommen werden kann.

Alle drei Mobilfunanbieter versichern, dass ihre Netze auch in Zeiten des Coronavirus verlässlich seien. "Unsere Netze sind stabil. Mit über 100.000 Kolleginnen und Kollegen sorgen wir dafür, dass das auch so bleibt", schreibt etwa die Telekom. "Wir sorgen für eine sichere kommunikative Grundversorgung – und unterstützen unsere Kunden damit schnell, pragmatisch und wirksam", sagt Telefónica-CEO Markus Haas.

Vodafone hat einen "Corona-Ticker" eingerichtet, in dem das Unternehmen regelmäßig über aktuelle Entwicklungen in den Vodafone-Netzen berichtet. Einem aktuellen Beitrag zufolge wächst derzeit die Festnetz-Nutzung, während die Datennutzung im Mobilfunk rückläufig ist. Die Telefonie sei dagegen im Aufwind. (dahe)