Coronavirus: Wie die Mobilfunkprovider ihre Tarife aufstocken

Die Telekom gibt Kunden wegen des Coronavirus mehr Datenvolumen, Telefónica entschärft die Drosselung. Nur Vodafone hält an den bisherigen Konditionen fest.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 92 Beiträge

(Bild: Farknot Architect/Shutterstock.com)

Von

Mehrere Mobilfunkanbieter haben ihre Verträge und Prepaid-Optionen angesichts der Corona-Krise verbessert. Die Provider gehen dabei unterschiedliche Wege: Während die Deutsche Telekom ihren Kunden 10 GByte auf das Datenvolumen draufschlägt, entschärft Telefónica die Drosselung nach Ablauf des inklusiven Datenvolumens.

Mehr zum Coronavirus:

Die Provider-Maßnahmen in der Übersicht:

  • Telefónica stellt Kunden ihr gewohntes Datenvolumen zur Verfügung, drosselt die Geschwindigkeit aber weniger stark, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Bisher mussten Kunden nach dem Ausschöpfen des Inklusiv-Volumens mit 32 Kbit/s zurechtkommen, nun können sie mit 384 Kbit/s weitersurfen. Das betrifft alle Prepaid-Tarife und Verträge von O2, Blau sowie Aldi Talk für Geschäfts- und Privatkunden. Die Ausnahmeregelung gilt vorerst bis Ende April.
  • Die Deutsche Telekom stockt die MagentaMobil-Tarife pauschal um 10 GByte an Datenvolumen auf. Das gilt für Verträge, Prepaid-Optionen und Kombi-Cards, solange die Tarife nicht vor 2011 abgeschlossen wurden. Kunden können sich das zusätzliche Datenvolumen in der MeinMagenta-App abholen. Die 10 GByte werden wie normales Datenvolumen behandelt, verfallen also am Monatsende. Bis wann das zusätzliche Datenvolumen angeboten wird, ist nicht bekannt.
  • Die Telekom-Tochter Congstar, zu der auch ja! mobil und Penny Mobil gehören, gibt ihren Kunden einmalig über die App zusätzliche 5 GByte an Datenvolumen in allen Prepaid- und Postpaid-Tarifen. Diese 5 GByte können über 31 Tage genutzt werden. Auf Nachfrage von heise online bestätigte Congstar, dass dieses Angebot nicht mehrfach in Anspruch genommen werden kann.
  • Vodafone hat bislang keine Änderungen an seinen Mobilfunktarifen angekündigt.

Alle drei Mobilfunanbieter versichern, dass ihre Netze auch in Zeiten des Coronavirus verlässlich seien. "Unsere Netze sind stabil. Mit über 100.000 Kolleginnen und Kollegen sorgen wir dafür, dass das auch so bleibt", schreibt etwa die Telekom. "Wir sorgen für eine sichere kommunikative Grundversorgung – und unterstützen unsere Kunden damit schnell, pragmatisch und wirksam", sagt Telefónica-CEO Markus Haas.

Vodafone hat einen "Corona-Ticker" eingerichtet, in dem das Unternehmen regelmäßig über aktuelle Entwicklungen in den Vodafone-Netzen berichtet. Einem aktuellen Beitrag zufolge wächst derzeit die Festnetz-Nutzung, während die Datennutzung im Mobilfunk rückläufig ist. Die Telefonie sei dagegen im Aufwind. (dahe)