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Cracker hebeln Kopierschutz Denuvo 4.8 aus, Sonic Forces illegal im Netz

Cracker haben den Kopierschutz des Spiels Sonic Forces umgangen. Dabei handelt es sich um die aktuelle Denuvo-Version 4.8, welche bisher als sicher galt.

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Cracker hebeln Kopierschutz Denuvo 4.8 aus

Sonic Forces

(Bild: Sega/Steam)

Sie hat einige Monate durchgehalten, nun haben Cracker die Kopierschutz-Software Denuvo auch in Version 4.8 geknackt beziehungsweise umgangen – und zwar zunächst beim Spiel Sonic Forces, welches Anfang November 2017 erschien. Dennoch ist das Ziel der Kopierschutz-Entwickler von Denuvo erreicht, dass innerhalb der ersten – lukrativen – Wochen nach dem Marktstart eines Spieles keine funktionierenden Cracks in Umlauf gelangen.

Das Bezwingen von Denuvo 4.8 dürfte Auswirkungen auf andere Spiele haben. Eine Reihe aktueller Titel nutzen ebenfalls Denuvo 4.8, teilweise auch in Kombination mit mit anderen Kopierschutz-Techniken. Dabei handelt es sich nach Angaben der Website dsogaming.com um die Spiele Assassin's Creed Origins, Football Manager 2008, Need for Speed Payback, Star Wars Battlefront 2, Injustice 2 und Star Ocean The Last Hope HD Remaster.

Sonic Forces (8 Bilder)

(Bild: Sega/Steam)

Das Aushebeln von Denuvo 4.8 in Sonic Forces bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch von allen genannten Spielen in Kürze gecrackte Versionen im Netz landen. So nutzt etwa Assassin's Creed Origins als zusätzlichen Schutz VMProtect, was das Reverse Engineering des Denuvo-Codes verhindern soll. Im Zuge des Bekanntwerdens des Denuvo-VMProtect-Schutzes behauptete ein Cracker, dass diese Kopierschutz-Kombination Auswirkungen auf die Spiel-Performance habe. Auch Denuvo selbst stand schon mehrmals in der Kritik, die Spieleleistung zu senken. Manche Spieleentwickler entschließen sich nach dem Erscheinen einer gecrackten Version, den Denuvo-Schutz aus ihren Spielen zu entfernen, wie es etwa Team Grey Box bei Rime tat.

Denuvo selbst ist kein reiner Kopierschutz, sondern sichert die Schutzmechanismen von Online-Services wie Steam, Origin oder uPLay ab. Dies geschieht über Prüfabfragen, die Denuvo im Programmcode eines Spiels an zufälligen Stellen implementiert. Beim Aufkommen von Denuvo scheiterten Cracker zunächst daran, diese Prüfabfragen aufzuspüren. Je nach Spiel unterscheidet sich die Anzahl und Implementierung der Prüfabfragen. Bis ins Jahr 2016 hinein galt Denuvo als der bis dahin effektivste Kopierschutz, einzelne Stimmen in der Crackerszene befürchteten sogar das Ende von kopierschutzfreien Spielen. (mfi)

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