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Creators Update: Microsoft erläutert die Datensammelwut von Windows 10

Microsoft hat endlich detailliert aufgelistet, welche Daten Windows 10 über die Nutzer sammelt. Dazu gehören in der Standardeinstellung viele Surfdaten aus dem eigenen Browser, Daten zur App-Nutzung und Sprach- und Schrifterkennungsinformationen.

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Creators Update: Microsoft erläutert die Datensammelwut von Windows 10

Microsoft hat in detaillierten TechNet-Artikeln dargelegt, welche Daten Windows 10 über die Nutzer erhebt. Dabei handelt es sich um Ortungsdaten, Spracherkennungsinformationen, Werbedaten über Produktvorlieben und Diagnose-Telemetrie. Das Creators Update für Windows 10, das nächste Woche in Windows Update erscheinen soll, hält sich laut Microsoft dabei an die Voreinstellungen des Nutzers vor dem Upgrade. Bei einer Neuinstallation sind erst mal alle Datensammelfunktionen angestellt. Die Nutzer erhalten allerdings ein neues übersichtliches Menü, wo dies mit fünf Klicks rückgängig gemacht werden kann – die berüchtigte Schaltfläche für "Express-Einstellungen" ist verschwunden.

Mit dem Creators Update bietet Windows 10 nur noch zwei Schärfegrade für die Übertragung von Diagnosedaten in den Datenschutz-Optionen.

Zum ersten Mal sagt Microsoft nun klar, welche Daten die Firma über Windows-Nutzer erhebt. Die Liste der übertragenen Informationen bei der Einstellung "vollständig" (alle Daten werden übertragen), ist lang. Neben einem detaillierten Profil der Hardwarekonfiguration und etlicher Systemeinstellungen finden sich hier auch Ortungs- und Verbindungsdaten, Daten über App-Nutzung und installierte Programme. Windows überträgt außerdem, welche Musik man hört und was für Arten Filme angeschaut und Bücher gelesen werden. Der Browser überträgt zudem Suchanfragen, angefragte URLs und Cortana-Suchen. Nutzt man Sprach- oder Schrifterkennung, überträgt Windows 10 erkannten Text an Microsoft.

Stellt man die Datensammeldienste ab und setzt die Diagnosedaten auf "einfach", werden laut Microsoft nur Daten übertragen, die Windows zum fehlerlosen Betrieb und zum finden von Problemen benötigt. Das sind hauptsächlich Informationen über die App, die Probleme hatte und Fehlercodes, die direkt mit dem Problem zusammenhängen. Zusätzlich werden allgemeine Systeminformationen abgefragt. Die meisten dieser Daten scheinen nur übertragen zu werden, wenn Windows auch wirklich ein akutes Problem feststellt – wirklich festlegen will sich Microsoft allerdings nicht.

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