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Crowdfunding-Kampagne für smartes Türschloss Noki soll bald starten

Nach der erfolgreichen Präsentation auf der diesjährigen CeBIT soll das Produkt-Crowdfunding für das vom Smartphone aus steuerbare Türschloss nun in wenigen Wochen starten.

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In den USA sind smarte Türschlosser, die sich per Handy öffen und schließen lassen, bereits ein großes Thema: Das in diesem Segment tätige Unternehmen August aus San Francisco konnte sich etwa gerade noch einmal 38 Millionen US-Dollar Risikokapital sichern. In Deutschland steckt der Bereich hingegen noch in den Kinderschuhen – auch wenn bereits erste Lösungen erhältlich sind.

Gute Chancen verspricht sich daher das 2014 in Graz gegründete Unternehmen Noki Home Solutions für seinen Türöffner Noki (angelehnt an das englische "no key"), das nach eigenen Angaben speziell für europäische Schließzylinder entwickelt wurde. Nachdem das Startup auf der CeBIT am Stand der Wirtschaftskammer Österreich einen Prototypen präsentiert hat, soll in wenigen Wochen ein Crowdfunding-Projekt zur Finanzierung der Markteinführung starten. Passend dazu hat Noki seine Website überarbeitet und um einen FAQ-Bereich erweitert. Angepeilt ist ein Verkaufspreis zwichen 150 und 200 Euro.

"Explosionsdarstellung" der Noki-Installation.

(Bild: Noki Home Solutions)

Im Unterschied zu anderen Systemen ist bei Noki kein Ausbau des vorhandenen Zylinders oder eine Veränderung an der Haustür nötig. Das Gerät wird vielmehr an der Innenseite einer Haustür auf das bereits vorhandene Schloss aufgesetzt und mit drei Schrauben am Zylinder befestigt (siehe Video unten). Der Schlüssel bleibt dabei im Schloss stecken und wird fortan von dem im Block integrierten Motor gedreht – auf Befehl vom gekoppelten Smartphone oder nach Druck auf den Knopf am Noki. Wichtig ist daher, einen Schließzylinder zu verwenden, der sich auch bei gestecktem Schlüssel von der anderen Seite mit einem zweiten Schlüssel noch öffnen lässt.

Noki soll eine Annäherungsfunktion bieten, über die das System erkennt, wann man nach Hause kommt – um dann automatisch die Haustür zu öffnen. Das Smartphone kann dabei in der Hosen- oder Handtasche bleiben. Nach Verlassen der Wohnung wird die Tür automatisch wieder abgeschlossen.

Die Funkverbindung zwischen Noki und Smartphone wird über das stromsparende Funkprotokoll Bluetooth Smart alias Bluetooth 4.0 Low Energy hergestellt. Angeboten werden soll daneben auch eine Basisstation, die zum einen als Bridge von WLAN auf Bluetooth Smart dient und zum anderen eine Verbindung zum Internet herstellen kann. Dadurch lässt sich auch aus der Ferne auf Noki zugreifen – etwa, um erwünschten Besuchern die Tür zu öffnen. Gegenüber heise online gaben die Entwickler an, dass die Keys für die verschlüsselte Kommunikation nicht auf einem Gerät gespeichert werden, sondern verteilt auf Schloss und Handy liegen. Die sonst so beliebte Speicherung von Daten in der Cloud sei bei diesem System nicht vorgesehen.

Noki-Präsentation auf der CeBIT

(nij)