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Bis 1 TByte Kapazität: Crucial bringt PCIe-SSD P1 mit QLC-Flash

Die Micron-Tochter Crucial bringt mit der P1 ihre erste PCIe-SSD auf den Markt. Die Besonderheit daran: Sie ist eine der ersten SSDs mit QLC-Flash.

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Crucial bringt PCIe-SSD mit QLC-Flash

QLC-Flash (Quadruple Level Cell) speichert 4 Bit pro Zelle und ist damit in der Fertigung noch einmal günstiger als das heute übliche TLC-Flash (Triple Level Cell), das pro Zelle nur 3 Bit speichert. Beim Lesen und Schreiben ist es allerdings langsamer.

Dem Geschwindigkeitsverlust begegnet Crucial bei seiner ersten PCIe-SSD mit einem dynamischen SLC-Cache, der bei einem 1-TByte-Laufwerk bis zu 150 GByte groß ist. Zwischen 5 und 12 GByte sind permanent als SLC-Cache geschaltet, dazu kommt ein dynamischer Anteil von rund 7 Prozent des freien Bereichs auf der SSD. Nach Angaben des Unternehmens sollen Anwender so in der Praxis keine Nachteile von dem langsamen Speicher haben, selbst bei der Installation großer Spiele sollte immer die volle Geschwindigkeit zur Verfügung stehen.

Die P1 wird zunächst mit 500 GByte und 1 TByte erhältlich sein, später soll noch eine 2-TByte-Version hinzukommen. Die Preise liegen bei 113 Euro für 500 GByte und 225 Euro für die 1-TByte-SSD, zum Preis der 2-TByte-Version gibt es noch keine Angaben. Die Haltbarkeit (Endurance) liegt bei 100 TByte pro 500 GByte Speicherplatz, bei unserem 1-TByte-Testmuster also bei 200 TByte im Lauf der fünfjährigen Garantie.

Crucial setzt bei der P1 QLC-Speicher aus der Gemeinschaftsproduktion von Intel und Micron ein, dazu gesellt sich ein 4-Kanal-Controller von Silicon Motion (SM 2263) und etwas DRAM. Die SSD ist damit bauähnlich zur vor kurzem vorgestellten Intel-SSD 660p – einen Vergleich der beiden SSDs bringen wir in c't-Ausgabe 23, die in knapp zwei Wochen erscheint.

In ersten Benchmarks erreichte die P1 beim Lesen sequenzieller Daten rund 1,7 GByte/s, beim Schreiben knapp 1 GByte/s. Beim Zugriff auf zufällig verteilte Daten liegen die Werte bei jeweils rund 140.000 IOPS. Zwar hatte Crucial vor allem beim Schreiben zufälliger Daten etwas mehr versprochen, aber davon wird man in der Praxis nichts bemerken. Die SSDs sollen ab heute ausgeliefert werden. (ll)

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