Crucial stellt seine schnellste PCI-Express-SSD P5 vor

Auf die Einsteigermodelle P1 und P2 folgt die Oberklasse-SSD P5, allerdings noch mit PCIe 3.0 statt PCIe 4.0.

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Crucial stellt seine schnellste PCI-Express-SSD P5 vor

(Bild: Crucial)

Von
  • Mark Mantel

Crucial hat seine erste SSD-Serie vorgestellt, die sich den Leistungsgrenzen von vier PCI-Express-3.0-Lanes nähert. Die P5-Modelle schaffen lesend Übertragungsraten von bis zu 3400 MByte/s und schreibend 3000 MByte/s – deutlich mehr als die zuletzt vorgestellten P2-SSDs mit maximal 2300 MByte/s.

Zum Einsatz kommen bei den P5-SSDs Triple-Level-Cell-Speicherbausteine (TLC) des Mutterherstellers Micron und ein selbstentwickelter Controller mit Hardware-Verschlüsselung. Die hohe Schreibgeschwindigkeit gilt für einen dynamischen Pseudo-SLC-Cache, der nur ein statt drei Bit pro Zelle beschreibt. 3000 MByte/s schreibend erreichen die P5-SSDs mit 500 GByte, 1 TByte und 2 TByte. Die kleinste Version mit 250 GByte muss sich aufgrund der geringeren Chipanzahl mit 1400 MByte/s begnügen. IOPS-Werte verrät Crucial bisher nicht.

Der Hersteller versieht die P5-SSDs mit einer fünfjährigen Garantie. Die mittlere Betriebsdauer (Mean Time To Failure, MTTF) liegt bei 1,8 Millionen Stunden. Je nach Kapazität nennt Crucial eine Lebensdauer von 150 bis 1200 beschriebenen TByte (TBW).

Dem Datenblatt zufolge konkurriert Crucials P5 mit etablierten PCIe-SSDs wie Samsungs 970 Evo, allerdings deutlich verspätet. Andere Hersteller setzen bereits auf PCIe 4.0 für noch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten in PCs mit AMDs Ryzen-3000-Prozessoren. Eine PCIe-4.0-SSD stellte Crucial auf der Computex 2019 für Ende 2019 in Aussicht – seitdem wurde es um ein solches High-End-Modell still.

In der Pressemitteilung zu den P5-SSDs stellte Crucial derweil auch die P2-Serie offiziell vor, die Händler schon seit Anfang April 2020 verkaufen. Außer den Versionen mit 250 und 500 GByte soll demnach ein günstiges 1-TByte-Modell folgen. (mma)