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Crytek stellt Patch-Entwicklung für Crysis ein

In einem offiziellen Forum-Statement kündigt der deutsche Spielentwickler Crytek an, keine weiteren Patches für den PC-Shooter Crysis zu veröffentlichen. Der bereits seit Monaten erwartete Patch 1.3 werde nicht mehr erscheinen. Ebenso habe man die Entwicklung des Dedictated Server für Linux eingestellt, weil die bisherige Version zu instabil laufe. Um die Verbindungsprobleme in Multiplayer-Partien auf Gamespy-Servern kümmere man sich jedoch noch, hieß es in der Meldung.

Der Ego-Shooter Crysis war zu Weihnachten 2007 exklusiv für PCs erschienen und bewies einen enormen Ressourcenhunger für seine Grafikeffekte. Erste Patches kümmerten sich um Darstellungsfehler und Probleme mit SLI-Konfigurationen, doch nach wie vor kann kaum eine einzelne GPU das Spiel mit hohen Details durchweg flüssig darstellen. Die Verkäufe blieben weit hinter den Erwartungen der Entwickler und des Publishers Electronic Arts zurück. In einem Interview mit der Zeitschrift PC Play machte Crytek-Chef Cevat Yerli jedoch nicht die hohen Hardware-Anforderungen, sondern die Masse an illegalen Kopien für den wirtschaftlichen Misserfolg verantwortlich. Crysis führe die Charts für Software-Piraterie an, ein Titel, auf den man nicht stolz sei. Gleichwertige Konsolenspiele würden vier- bis fünfmal soviele Exemplare verkaufen.

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Zukünftig werde man deshalb keine exklusiven PC-Spiele mehr entwickeln, sondern neben dem PC auch Konsolen bedienen. Damit folgt Crytek anderen Studios wie Epic Games, Valve oder id Software, die in der Vergangenheit ebenfalls Ego-Shooter exklusiv für den PC entwickelt hatten und mittlerweile ihre Spiele auch für Konsolen veröffentlichen. Die aktuelle Konsolengeneration um Xbox 360 und Playstation 3 kann lediglich Grafikeffekte auf DirectX-9-Niveau darstellen. Mit dem Wegfall exklusiver PC-Titel dürften demnach zukünftig auch DirectX-10-Effekte nur am Rande für kleinere Verschönerungen genutzt werden, was den Bedarf an hochpreisigen Grafikkarten bremst. (hag)

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