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Cubase 9.5: Musik-DAW mit mehr Inserts und Bezierkurven

Im neuen Update seiner Digital Audio Workstation Cubase erlaubt Steinberg den Musikmachern, mehr Effekte über Insert-Slots einzufügen, Automationskurven zu malen und mit 64 Bit Genauigkeit zu rechnen.

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Cubase 9.5: Musik-DAW mit mehr Inserts und Bezierkurven

(Bild: heise)

Steinberg hat just das Update auf Cubase 9.5 veröffentlicht. Der Hersteller nutzt das turnusmäßige Update der Musikproduktions-Software Cubase, um einige lang gehegte Anwenderwünsche umzusetzen. So wurde die Zahl der Insert-Slots von bisher 8 auf 16 erhöht, bei individueller Pre- und Post-Fader-Verteilung. Cubase 9.5 beherrscht außerdem sogenannte Bezierkurven. Mit ihnen lassen sich per Maus Automationsdaten tatsächlich als Kurven und nicht nur als Geraden zeichnen.

Deutlich erweitert wurde der rechte Bildschirmbereich, die "Rechte Zone". Hier darf der Anwender zusätzlich eine kompakte Version der Media Bay (ein globaler Datei- und Medien-Browser), den Control Room oder auch die Pegelanzeigen des Master-Busses einblenden.

Mit den Bezier-Automationskurven lassen sich weichere Übergänge bei der Parametersteuerung einzeichnen.

(Bild: heise)

Völlig überarbeitet wurde das Metronom, das anwenderdefinierte Klick-Pattern unterstützt. Komponisten können so, gerade bei "ungewöhnlichen" Taktarten, klare Gruppierungen vornehmen (etwa 3 + 3 + 4 bei einem 11/8-Takt). Solche Metronom-Muster lassen sich in beliebiger Zahl in der Taktspur anordnen, Metronom-Pattern können also auch während eines Arrangements wechseln.

Die Mixengine von Cubase rechnet auf Wunsch mit einer Auflösung von 64-Bit-Float (Fließkomma). Durch die höhere Auflösung werden Rundungsfehler vermieden, was vor allem Produktionen mit großem Dynamikumfang zugute kommt.

Bereits von Nuendo 8 bekannt ist das Direct Offline Processing. Es gestattet, beliebige Events mit einem oder mehreren Effekten zu bearbeiten, unabhängig von den bereits im Mixer vorgenommenen Einstellungen. Die Effekte werden Offline berechnet, Parameterkorrekturen oder der Umbau der Signalkette ist jederzeit möglich.

Schließlich spendierten die Hamburger dem Sample-basierten Klangerzeuger HALion mit Flux einen neuen Wavetable-Synthesizer und überarbeiteten einige Plug-ins (Tube und Vintage Compressor, Magneto).

Cubase Pro 9.5 ist für 580 Euro erhältlich, Cubase Artist 9.5 kostet 330 Euro und der kleinste Spross, Cubase Elements 9.5, 100 Euro. Das Update von Cubase Pro 9.0 auf 9.5 ist für 60 Euro zu haben. (Kai Schwirzke) / (hag)

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