Cyanogen Inc.: Neue Finanzierungsrunde ohne Microsoft

Cyanogen Inc., das Unternehmen hinter der beliebten Alternativ-Firmware für Android-Smartphones, erfreut sich großer Beliebtheit bei den Investoren. Auch Microsoft wollte einsteigen, hat sich nach Bloomberg-Angaben jetzt jedoch dagegen entschieden.

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110 Millionen US-Dollar wird Cyanogen in der nächsten Finanzierungsrunde einnehmen, berichtet die Finanzagentur Bloomberg. Auch Microsoft sollte nach früheren Angaben zu den Investoren gehören, habe sich nun jedoch dagegen entschieden. Microsoft wolle weiter mit Cyanogen Inc. zusammenarbeiten, um die eigenen Android-Apps mit der Android-Distribution zu bündeln.

Cyangon Inc. will diese Finanzierungsrunde nutzen, um sich weiter aus der Abhängigkeit von Google zu befreien. In der kommenden Version 12 soll etwa die E-Mail-App Boxer zum Einsatz kommen, die die Google-eigenen Mail-Apps ersetzen und das Betriebssystem damit unabhängiger von Google machen soll.

Das von Google initiierte Android hat bei Smartphones einen Marktanteil von über 80 Prozent. Im vergangenen Jahr waren außer Microsoft auch Yahoo, Samsung und Amazon als Investoren für den Android-Rebellen Cyanogen im Gespräch. Eine Investition dieser Art wäre durch den Wunsch motiviert, Googles Einfluss auf dem Mobilmarkt zu begrenzen. Hersteller und Wettbewerber beklagen, dass der der Suchmaschinenkonzern vor allem seine eigenen Anwendungen und Dienste auf Smartphones und Tablets bringt und so die Konkurrenz benachteiligt. So hatte Google Ende September 2014 die Bedingungen für eine Android-Zertifizierung verschärft und von Smartphone-Herstellern verlangt, dass 20 hauseigene Apps auf Smartphones und Tablets vorinstalliert werden. (ll)