Cyanogen sucht nach größeren Partnern

Die Zusammenarbeit zwischen dem Custom-ROM-Entwickler Cyanogen und dem Smartphone-Hersteller OnePlus hat ein holpriges Ende genommen. Nun will Cyanogen wachsen und zusammen mit größeren chinesischen Herstellern den internationalen Markt erobern.

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In der Custom-ROM-Szene geht es eigentlich selten ums Geschäft, denn die meisten der Tausenden Entwickler arbeiten aus Spaß an alternativen Android-Versionen für Smartphones und Tablets. Nur die Firma Cyanogen hat sich entschieden, mit ihrem System Cyanogen OS im großen Stil Geld zu verdienen. Nachdem die erste Kooperation mit der chinesischen Marke OnePlus beendet ist, sucht Cyanogen nun nach anderen Smartphone-Herstellern, die Cyanogen OS auf ihren Geräten installieren wollen. Laut CEO Kurt Mc Master ist es dabei besonders wichtig, dass die neuen Partner schnell wachsen können.

Gegenüber der Nachrichtenseite PCWorld bestätigte Mc Master, dass Cyanogen bereits mit einigen anderen Herstellern zusammen arbeite, die dieses Kriterium erfüllen. Man hoffe, dass man zusammen mit ihnen den internationalen Markt ins Auge fassen könne. Von den über 100 chinesischen Smartphone-Marken spielen nur Huawei, ZTE und Lenovo eine etwas größere Rolle außerhalb Chinas.

Bereits jetzt haben rund 50 Millionen Nutzer CyanogenMod beziehungsweise Cyanogen OS auf ihren Smartphones und Tablets installiert. Die Software gilt als populärstes und am besten gepflegtes Custom-ROM. Die Kooperation zwischen OnePlus und Cyanogen wurde mit kleinen Streitereien beendet, als Cyanogen mit dem indischen Hersteller Micromax zusammen arbeitete und ihm das exklusive Vertriebsrecht für CyanogeMod in Indien zusprach. OnePlus veröffentlichte daraufhin seine eigene Android-Version OxygenOS.

Update: In einer früheren Version der Meldung war von 50.000 Nutzern die Rede, tatsächlich nutzen aber rund 50 Millionen Menschen CyanogenMod. (hcz)