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Cyber-Attacke verzögert Druck großer Tageszeitungen in den USA

Malware hat offenbar ein Verlagshaus samt Druckerei lahmgelegt, mehrere Zeitungen an der US-Westküste konnten erst verspätet ausgeliefert werden.

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Cyber-Attacke verzögert Druck großer Tageszeitungen in den USA

(Bild: pixabay.com)

Wegen einer Cyber-Attacke auf das Computersystem eines Verlagshauses haben zahlreiche Zeitungsleser in USA ihre Samstagsausgabe verspätet oder überhaupt nicht erhalten. Betroffen waren US-Medienberichten vom Samstag (Ortszeit) zufolge größere Blätter wie die Los Angeles Times und der San Diego Union Tribune in Kalifornien sowie die Westküstenausgaben des Wall Street Journal und der New York Times. Sie alle nutzen demnach dieselbe Druckerei in Los Angeles. Die Probleme verzögerten sowohl den Druck als auch die Auslieferung der Blätter.

Server lahmgelegt, Angreifer unbekannt

Das Medienunternehmen Tribune Publishing hatte den Berichten zufolge bereits am Freitag Malware auf seinen Servern entdeckt. Die Cyber-Attacke sei möglicherweise von außerhalb der USA gekommen, berichtete die LA Times unter Berufung auf eine gut informierte Quelle. Es sei aber noch zu früh, Genaueres zu sagen. Auch eine Sprecherin von Tribune Publishing konnte den Verdacht laut dem Sender CNN zunächst nicht bestätigen.

"Wir glauben, dass die Attacke die Infrastruktur blockieren sollte, genauer gesagt die Server", sagte ein Informant der LA Times. Es sei aber nicht darum gegangen, Informationen zu stehlen. Weitere Details zu Ursprung oder Motiv des Angriffs waren zunächst nicht bekannt. Laut einer Aussage eines Mitarbeiters von Tribune Publishing, der anonym bleiben wolle, habe man Hinweise auf die "Ryuk"-Ransomware gefunden, die Dateien unbrauchbar mache und mit der Endung ".ryk" versehe.

Im Jahr 2014 hatte es einen Cyber-Angriff gegen ein Medienunternehmen in den USA gegeben: Der massive Angriff auf Sony Pictures soll von Nordkorea ausgegangen sein. (tiw)

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