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Cyberangriff auf Erdölfirma Pemex: Cyberganove fordert 4,5 Millionen Lösegeld

Ein Cyberkrimineller fordert von der Erdölfirma Pemex ein millionenschweres Lösegeld. Er hatte sich Zugang zu Firmendaten verschafft und verschlüsselt.

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(Bild: Evdokimov Maxim/Shutterstock.com)

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Nach einem Cyberangriff auf den mexikanischen Erdölkonzern Pemex sieht sich das Unternehmen einem Erpressungsversuch ausgesetzt. Pemex sei ein seriöser Konzern und werde daher nicht zahlen, sagte Mexikos Energieministerin Rocío Nahle am Mittwoch vor Reportern in Veracruz.

Nach einem Bericht von El Financiero hatte ein Cyberkrimineller Lösegeld in Höhe von 565 Bitcoin, umgerechnet rund 4,5 Millionen Euro, verlangt, um Daten, die beim Cyberangriff vom vergangenen Sonntag verschlüsselt wurden, wieder zu entschlüsseln.

Pemex hatte mitgeteilt, dass versuchte Cyberangriffe "neutralisiert" worden seien. Die Funktion von mindestens fünf Prozent der Computer des Unternehmens sei betroffen. Der Produktionsbetrieb sei von dem Angriff allerdings nicht betroffen, heißt es in der Stellungnahme von Pemex. Der Betrieb laufe normal weiter. Die Produktion, und die Lieferung von Kraftstoff sei gesichert. Es würde keine Engpässe im Bestand geben. Wie das Unternehmen weiterhin mitteilte, würde man nun daran arbeiten, die Maßnahmen zur Computersicherheit zu erhöhen.

Pemex ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt. Die Verbindlichkeiten belaufen sich trotz Hilfen der mexikanischen Regierung derzeit auf knapp 100 Milliarden US-Dollar.

Cyberattacken mit Erpressungs-Trojanern hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. So gab es im Mai und im Juni 2017 zwei große Angriffswellen, bei denen unter anderem der Nivea-Hersteller Beiersdorf, die dänische Reederei Maersk, der Autobauer Renault, Krankenhäuser in Großbritannien und die Deutsche Bahn betroffen waren. (mit Material der dpa) / (olb)