Cyberangriff auf Verwaltung: Stadt Brandenburg teilweise vom Netz

Die Stadt Brandenburg ist von einem möglichen Cyberangriff betroffen. In der Systemsoftware Citrix sei eine Schwachstelle zu Tage getreten.

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(Bild: whiteMocca/Shutterstock.com)

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Nach der mutmaßlichen Attacke auf das Computernetz der Potsdamer Stadtverwaltung ist auch die Stadt Brandenburg von einem möglichen Cyberangriff betroffen. In der von zahlreichen Behörden benutzten Systemsoftware Citrix sei eine kritische Systemschwachstelle zu Tage getreten, teilte Sprecher Jan Penkawa am Freitag mit. Teile davon seien vom Netz genommen worden. Betroffen waren den Angaben zufolge unter anderem Schulsekretariate, Jobcenter und Homeoffice-Zugänge.

Die Potsdamer Stadtverwaltung ging unterdessen auch am Freitag noch nicht wieder ans Netz. Der Bürgerservice sei wegen des Abschaltens der Internetverbindung weiter nur eingeschränkt nutzbar, hieß es in einer Mitteilung. Ein Team von IT-Spezialisten arbeite mit externer Unterstützung daran, die Fehler zu beheben. "Momentan werden die vorhandenen Systeme weiter analysiert", erklärte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). "Wir können derzeit keine seriöse Einschätzung abgeben, wann wir mit unseren Systemen wieder online sind."

Im Potsdamer Rathaus war am Mittwoch die Kommunikation nach innen und nach außen abgeschaltet worden, Telefon und Zugänge über Facebook und Twitter funktionierten jedoch. In den Tagen zuvor waren der Stadt zufolge in zentralen Netzzugängen zahlreiche Ungereimtheiten festgestellt worden. Hintergrund sei eine Schwachstelle im System eines externen Anbieters. Darüber sei versucht worden, von extern unautorisiert Daten der Landeshauptstadt abzurufen oder Schadsoftware zu installieren. Die Stadt hat Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. (bme)