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Cybercrime hat in Österreich Konjunktur

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Die Computer- und Internetkriminalität nimmt in Österreich stark zu. "Es gibt einen starken Anstieg bei Hacker- und Virenattacken und bei Wirtschaftsdelikten", sagt Innenminister Ernst Strasser. Der Schaden sei enorm, lasse sich aber nicht schätzen. "Allein der Stillstand der EDV einer Versicherung für einen halben Tag bedeutet einen großen Schaden", erläuterte Strasser.

Die seit August 1999 bestehende Zentralstelle zur Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität zählte 2001 insgesamt 58 IT-Verbrechen und 30 Hausdurchsuchungen. Ein Jahr zuvor kam es bei insgesamt 40 Fällen zu lediglich 10 Hausdurchsuchungen. Die Hinweise an die Meldestelle für Kinderpornografie im Internet erhöhte sich von 1.706 im Jahr 2000 auf 2.337 im Jahr 2001. Die Zahl Kinderpornografie-Fälle mit Österreich-Bezug hat sich im selben Zeitraum von 47 auf 85 beinahe verdoppelt.

In der Zentralstelle des Innenministeriums arbeiten derzeit neun speziell ausgebildete Kriminalisten. Sie ermitteln bei größeren oder grenzüberschreitenden Delikten, bei denen Computer Mittel einer Straftat sind oder unterstützen andere Dienststellen. Die Spezial-Einheit vertritt Österreich im European Network of Forensic Science Institute on Computer Crime (ENFSI).

Die österreichischen Cypercops gelten europaweit als Vorbild, sagt Klaus Mits, Abteilungsleiter Cybercrime im Innenministerium. Österreichs IT-Ermittler hätten im Rahmen von Interpol eine führende Rolle in der Ausbildung. Die internationale Zusammenarbeit gegen Computercriminalität sei unerlässlich, betonte Mits. "Das ist ein globales Problem, das eine globale Lösung braucht." (hod)