Cyberpunk 2077: Raytracing-Version auch für lahme Rechner per GeForce Now

Das Actionspiel Cyberpunk 2077 bietet hübsche Raytracing-Effekte nicht nur mit dicken Grafikkarten, sondern zum Erscheinen auch per Stream über GeForce Now.

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Cyberpunk 2077 mit Raytracing-Lichteffekten

(Bild: Nvidia)

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Das 3D-Rollenspiel Cyberpunk 2077 soll pünktlich zum anvisierten Erscheinungstermin am 17. September 2020 auf Nvidias Streaming-Dienst GeForce Now mit Raytracing-Effekten spielbar sein. Das kündigte Nvidia in einem Blogbeitrag an. Nutzer müssen sich dafür die Spielversion direkt auf Steam kaufen und dann in ihre GeForce-Now-Bibliothek übernehmen. Raytracing soll in Cyberpunk für eine annähernd realistische Beleuchtung und Verschattung sorgen und dadurch die Immersion in der tristen Zukunftswelt steigern.

Raytracing-Effekte gibt es allerdings nur mit der Gründer-Mitgliedschaft von GeForce Now zu sehen, die monatlich 5,49 Euro kostet und bis zu sechs Stunden Spielen am Stück erlaubt. GeForce Now streamt Spiele mit einer Auflösung von bis zu 1920 × 1200 Pixeln bei 60 fps, auf 16:9-Fernsehern passenderweise 1080p60. Höhere Auflösungen wie WQHD und 4K/UHD unterstützt GeForce Now nicht. Der Dienst funktioniert unter Windows und macOS sowie auf Android-Smartphones.

Cyberpunk 2077 (11 Bilder)

(Bild: CD Projekt Red
)

Cyberpunk 2077 soll auch auf Googles Konkurrenz-Streamingdienst Stadia erscheinen – dort allerdings ohne Raytracing-Effekte. Google Stadia kostet monatlich 10 Euro, Top-Titel wie Cyberpunk 2077 müssen Kunden aber ebenfalls extra kaufen.

Auch die PC-Version von Cyberpunk 2077 unterstützt Raytracing-Effekte, allerdings benötigen Spieler dafür Grafikkarten, deren GPUs spezielle Raytracing-Funktionseinheiten enthalten. Dies bieten derzeit nur Nvidia-Grafikkarten mit Turing-Grafikchips – also die Serie GeForce RTX 2000.

Das Raytracing-Verfahren folgt der natürlichen Ausbreitung des Lichts nach den Gesetzen der Strahlenoptik – allerdings in umgekehrter Richtung: Ausgehend vom Auge eines virtuellen Betrachters schickt es für jeden Bildpunkt einen "Sehstrahl" in die darzustellende Szene und berechnet, auf welches Objekt der Strahl zuerst trifft. Dieses Objekt ist also an dieser Stelle des Bildes sichtbar. Im Gegensatz zu Rasterization projizieren Raytracer somit das Bildschirmraster auf die 3D-Szene. Raytracing erlaubt das Erstellen fotorealistischer 3D-Szenen, ist aber für die Hardware deutlich aufwendiger als das etablierte Rasterizing-Verfahren.

Kürzlich hat Nvidia ein limitiertes Cyberpunk-2077-Sondermodell der Grafikkarte GeForce RTX 2080 Ti aufgelegt. Die insgesamt 200 Karten kommen allerdings nicht in den Handel, sondern werden verlost. (mfi)