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D-Link verärgert Betreiber des dänischen Time-Servers

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In einem offenen Brief beklagt sich der Betreiber des zentralen dänischen Zeitservers GPS.dix.dk über unberechtigte Zugriffe von D-Link-Produkten. In mehreren WLAN-Routern (unter anderem DI-604, DI-614+, DI-624, und DI-754) hat der Hardware-Hersteller nach Darstellung des Serverbetreibers Poul-Henning Kamp unter anderem den Namen seines NTP-Servers fest verdrahtet. Dies führe zu zahlreichen Anfragen von D-Link-Geräten per NTP (Network Time Protocol, NTP3: RFC 1035/STD 13, SNTP 4: RFC 2030).

Die Nutzung des Servers von Kamp ist ausdrücklich auf BGP-Router (Border Gateway Protocol) in Dänemark beschränkt. Wegen dieser Limitierung hat der Betreiber des nationalen Austauschknotens DIX Kamp gegenüber auf die Anschlussgebühren von rund 27.000 dänischen Kronen (ca. 3600 Euro) verzichtet. Angesichts des durch die Router verursachten IP-Traffic droht er nun mit Berechnung jährlicher Gebühren von 7200 Euro. Kamp betreibt den Dienst bislang als Privatperson, da es in Dänemark keine zentrale Behörde zur Zeitfeststellung gibt. Nach seiner Darstellung versucht er seit fast einem halben Jahr, D-Link zu einer Änderung seiner NTP-Implementierung zu bewegen.

Die Firma habe zwar für einige Produkte korrigierte Firmware-Versionen bereitgestellt, sie biete jedoch immer noch für 25 Geräte Dateien mit dem hart-kodierten Eintrag "GPS.dix.dk" an. (ck)