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DARPA sucht autonome Fahrzeuge für den Stadtverkehr

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Die Forschungsagentur DARPA des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums hat eine dritte Runde der Grand Challenge offiziell angekündigt. Nachdem im zweiten Anlauf gleich mehrere autonome Fahrzeuge einen unbekannten Wüstenparcours absolvierten, steht nun das Durchqueren einer städtischen Umgebung auf dem Programm. Diesmal winkt nicht nur dem Sieger des am 3. November 2007 geplanten Finales ein lukrativer Geldpreis: Für die drei Teams, deren Fahrzeuge zuerst einen 60 Meilen langen Stadtparcours in weniger als sechs Stunden sicher bewältigen, sind Preise in Höhe von zwei Millionen, 500.000 und 250.000 US-Dollar ausgelobt. Auch andere formale Vorgaben haben sich gegenüber den bisherigen Wettbewerben geändert. So gibt es diesmal zwei Wege, um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Die Details will die DARPA am 20. Mai 2006 auf einer eigens hierfür angesetzten Konferenz näher erläutern.

Mit den hochdotierten Grand-Challenge-Wettbewerben will die DARPA die Entwicklung autonomer Fahrzeuge gezielt beschleunigen, damit das Verteidigungsministerium eine Forderung des US-Kongresses erfüllen kann: Bis 2015 soll ein Drittel der US-Militärfahrzeuge unbemannt operieren. Die Aufgabe des DARPA Urban Challenge lautet daher, mit autonomen Fahrzeugen simulierte militärische Unterstützungsaufgaben in einer ebenfalls simulierten städtischen Umgebung mit bemannten und unbemannten Fahrzeugen sicher und effektiv auszuführen. Die Fahrzeuge müssen dazu in der Lage sein, sich nach den geltenden Regeln in fließendem Verkehr zu bewegen, Kreisverkehre und belebte Kreuzungen zu bewältigen und Hindernissen auszuweichen. (anm)

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