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DDR4-Arbeitsspeicher: DRAM-Preise sollen weiter sinken

Drei Marktforscher erwarten, dass die Preise für DRAM-Chips bis zum Jahresende weiter sinken. DDR4-Speicherriegel sollen infolge günstiger werden.

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(Bild: Mark Mantel/heise online)

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Eine Überproduktion von DRAM-Chips soll die Preise für Arbeitsspeicher bis zum Jahresende nach unten treiben. Das erwarten die Marktforschungsinstitute Gartner, IC Insights und Trendforce. Die Entwicklung könnte unmittelbare Auswirkungen auf DDR4-Module für Desktop-PCs (UDIMMs) und Notebooks (SO-DIMMs) haben. Die Speicherhersteller sollen zurzeit auf DRAM-Chips von über drei Produktionsmonaten sitzen.

Gartner rechnet mit einem Preisverfall von rund 42 Prozent über das gesamte Jahr 2019 betrachtet. IC Insights spricht von 33 Prozent, schließt in der Betrachung aber Flash-NAND mit ein, dessen Kosten leicht steigen sollen. Die Angaben gelten für das komplette Jahr 2019, beinhaltet also die Entwicklung seit Januar.

Schon seit 2018 befinden sich die Preise für Arbeitsspeicher im Sinkflug. Die günstigsten DDR4-Kits sind alleine seit dem Januar 2019 um rund 25 Prozent im Preis gefallen. 2 × 8 GByte mit moderaten Taktraten sind derzeit für unter 70 Euro erhältlich.

Auch Trendforce erwartet weitere Preissenkungen bis zum Jahresende. Obwohl ein Handelskonflikt zwischen Japan und Südkorea die Ressourcenlieferungen einschränkt, soll es nur kurzfristige Auswirkungen auf den Spot-Markt geben. Die Hersteller von DDR4-Modulen bleiben wegen ihrer Festverträge und den hohen Lagerbeständen weitgehend verschont.

Samsung, SK Hynix und Micron – die drei größten DRAM-Produzenten – weiten zurzeit ihr Portfolio von 16-Gigabit-Chips aus, deren Produktion pro Gbit mit geringeren Strukturbreiten günstiger ausfällt als bei den bisherigen 8- und 4-Gbit-Ausführungen.

Die neuen Module werden den Markt zusätzlich beeinflussen. Im Desktop ermöglichen sie UDIMMs mit 32 GByte Speicher. (mma)