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DDoS-Attacken gegen Blacklist-Server

Mehrere so genannter Blacklist-Server stehen seit einer Woche unter Beschuss: Per DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) werden die Rechner mit sinnlosen Anfragen überflutet und sind dadurch für die Nutzer nicht mehr oder nur eingeschränkt zu erreichen. Die Blacklist-Server dienen dazu, mögliche Quellen für Spam-Aussendungen bekannt zu machen. Die Nutzer der Server können Sendungen von diesen Quellen dann unterbinden.

Der Betreiber des Servers Osirusoft.com, der sich auf spammende Dialup-User spezialisiert hat, hat offenbar bereits das Handtuch geworfen: Abfragen bei der Datenbank werden grundsätzlich mit "listed" beantwortet. Damit ist der Dienst nicht mehr nutzbar. Auch der bei Osirusoft gehostete anonyme Dienst Spews.org ist seit einigen Tagen nicht mehr verfügbar -- vermutlich fiel auch er der DDoS-Attacke zum Opfer.

Die Nutzergemeinde spekuliert nun über die Urheber. Der Verdacht richtet sich gegen die Spammer -- denn diese haben ein vitales Interesse daran, dass die Blacklist-Server vom Netz gehen. Da viele Spam-Filter server- und clientseitig auch die Blacklists zur Spam-Erkennung nutzen, wird ein Ausfall einer oder mehrerer Blacklist-Server zu einem erhöhten Spam-Aufkommen in E-Mail-Postfächern führen, da ein Teil der Spam-Mails dann nicht mehr erkannt wird. (Christiane Schulzki-Haddouti) / (Christiane Schulzki-Haddouti) / (uma)

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