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DJ-Mixe: Spotify und Dubset arbeiten zusammen

Über Spotify können zukünftig auch DJ-Mixe und Remixe gehört werden. Der Musikstreaming-Dienst hat sich hierfür mit der Vergütungsorganisation Dubset zusammengetan, die die Vergütung für DJs und gesampelte Künstler regelt.

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Ein DJ-Mix und Remixe kann etliche Urheber haben – Software von Dubset findet das heraus

(Bild: Dubset)

Der Musikstreaming-Dienst Spotify und die Vergütungsorganisation für DJ-Musik – Dubset Media Holdings – arbeiten zukünftig zusammen. Dadurch können DJs nun legal Remixe und Mixe bei Spotify hochladen. Dubset regelt die Vergütung für die DJs, aber auch die gesampelten Künstler. Apple Music arbeitet bereits seit einigen Monaten mit Dubset zusammen.

Dubset unterhält sowohl die Plattform MixBANK für Künstler und DJs, über die sich Musikschaffende mit ihren Produkten austauschen, als auch das Programm MixSCAN, mit dem Mixe und Remixe auf ihre verschiedenen Urheber abgeklopft werden können. Dafür zerlegt das Programm die Musik in kleinere Einheiten und nutzt unter anderem Fingerprint-Software für Akustik und Text.

Durch die Zusammenarbeit sollen Spotify zukünftig auch Radiosendungen oder Mixe streamen können, die bisher nicht legal angeboten werden durften. Der strategische Manager von Spotify, Stefan Blom, erklärte, dass der Deal es möglich mache, dass Fans von Dance-Musik nun mit lang ersehnter Musik versorgt werden können und die Musiklabel und Veröffentlicher gleichzeitig "fair bezahlt" werden.

In Sachen Sampling wird für den heutigen Mittwoch das Urteil in einem Streit zwischen dem Kraftwerk-Gründungsmitglied Ralf Hütter und Moses Pelham erwartet. Pelham hatte sich an dem Kraftwerk-Titel "Metall auf Metall" aus dem Jahr 1977 bedient und eine zweisekündige Klangfolge in Endlosschleife unter das Lied "Nur mir" gelegt, das er 1997 mit der Sängerin Sabrina Setlur aufnahm. Hütter sieht sich dadurch um Teile seines künstlerischen Werkes gebracht. (kbe)