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DJI-Drohnen werden mit Flugzeugdetektor ausgestattet

DJI will in künftige Drohnen einen Detektor einbauen, um Flugzeuge in der Umgebung zu erkennen. Die Kontrolle bleibt aber beim Drohnenpiloten.

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Eine Drohne des Herstellers DJI auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

(Bild: dpa, Jason Ogulnik)

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Künftige Drohnen von DJI kommen mit Sensoren für ADS-B (Automatic Dependent Surveillance-Broadcast) auf den Markt. ADS-B ist ein Signal, über das Helikopter und Flugzeuge ihren Standort kommunizieren. Mithilfe des ADS-B-Signals können DJI-Drohnen erkennen, wenn sie sich in der Nähe eines anderen Flugobjekts befinden, und dem Drohnenpiloten ein Signal geben.

DJI bezeichnet diese Technik als "Airsense". Laut DJI beschränkt sich die ADS-B-Funktion aufs Warnen: Die Kontrolle über die Drohne bleibt beim Piloten, auch wenn ein Flugzeug in der Nähe erkannt wird. Absichtliche Störungen des Luftverkehrs durch Drohnen kann also auch das Warnsystem nicht verhindern. Die ADS-B-Technik verbaut DJI schon jetzt in einigen teureren Drohnenmodellen.

DJI will die ADS-B-Detektoren in alle neuen Drohnen einbauen, die ab 2020 in den Handel kommen – sofern sie mehr als 250 Gramm wiegen. Die Drohnen sollen ausschließlich in der Lage sein, ADS-B zu empfangen, nicht zu versenden. Gegenseitig können sich DJI-Drohnen also nicht per ADS-B wahrnehmen. In Vergangenheit hatten fehlgeleitete Drohnenflüge teilweise ganze Flughäfen lahmgelegt. Solche Missgeschicke sollen die Sensoren verhindern. (dahe)