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DJI Mavic Air filmt in 4K und umfliegt selbstständig Hindernisse

Die Quadrocopter-Drohne DJI Mavic Air übernimmt viele Features der Mavic Pro, ist aber deutlich preiswerter. Hindernisse umfliegt sie, ohne dass der Pilot sich darum kümmern müsste.

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DJI Mavic Air geleakt: 4K-Drohne mit 21 Minuten Flugzeit

(Bild: DroneDJ)

Die im Laufe des Tages geleakten Informationen über die neue DJI-Drohne Mavic Air haben sich größtenteils bestätigt: Technisch und auch äußerlich ist die Mavic Air eine Mischung aus der kleinsten und preiswertesten DJI-Drohne Spark und der deutlich leistungsfähigeren und fast doppelt so teuren Mavic Pro.

Die Mavic Air nimmt Videos in 4K-Auflösung, 30 Bildern pro Sekunde und 100 MBit/s auf; Full-HD-Videos zeigen bis zu 120 fps. Fotos kann die Kamera (1/2.3-Zoll-Sensor, 24 Millimeter Brennweite und f2.8-Linse) mit maximal 12 Megapixel schießen. Panoramabilder nimmt sie wie die Mavic Pro mit 32 Megapixel auf, wobei diese aus 25 Einzelbildern zusammengeschnitten werden. Den Bildern nach handelt es sich nicht um die Kamera der Mavic, eher ähnelt das Gehäuse der Kamera der Spark. Der Kamera-Gimbal ist in drei Achsen gelagert und sollte somit für verwacklungsfreie Bilder sorgen.

Um auch ohne Speicherkarte aufnehmen zu können, sind 8 GByte interner Speicher eingebaut – die per MicroSD-Karte ergänzt werden können. Um Kontakt zum PC aufnehmen zu können, hat die Mavic Air einen USB-Port Typ-C. Zur Kollisionsvermeidung sind insgesamt 7 Kameras eingebaut. Die Ausleger mit den Rotoren kann man einklappen.

Auch per Handgesten lässt sich die Mavic Air steuern, wobei das bei den anderen DJI-Modellen bislang unzuverlässig und unpräzise funktionierte und kein wirklich kontrollierbarer Flug möglich war. Zumindest in der Präsentation der neuen Drohne hat das besser geklappt, als bisher. Zudem ist eine neue Zweihandgeste hinzugekommen: Befindet sich die Mavic Air im Selfie-Modus, kann man die Distanz bestimmen, indem man die Arme zusammen- oder auseinander bewegt.

Im ActiveTrack- und QuickShot-Modus muss man nun keinen Kasten mehr um die Person auf dem Touchscreen ziehen, sondern kann einfach antippen, wer verfolgt werden soll. Neu ist auch das sogenannten APAS (Advanced Pilot Assistance Systems): Die Drohne umfliegt in diesem Modus selbstständig Objekte, die in der Flugbahn stehen. Bislang blieben die Quadrokopter einfach stehen, wenn vor ihnen beispielsweise ein Baum auftauchte.

Original-Aufnahmen der DJI Mavic Air – Quelle: DJI
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Als Höchstgeschwindigkeit gibt DJI mit 68,4 Kilometer pro Stunde an. Somit ist sie die bislang schnellste Drohne des Herstellers. Die maximale Flughöhe beträgt theoretisch 5000 m ü.NN. In den meisten Situationen dürften aber sowieso die gesetzlich vorgeschriebenen Maximalhöhen der limitierende Faktor sein.

Bei der Gehäusefarbe hat man die Wahl zwischen Weiß, Schwarz und Rot. Eingeklappt misst die Mavic Air 168 mm × 83 mm × 49 mm. Sie ist 430 Gramm schwer. Die Flugzeit liegt mit 21 Minuten zwischen Mavic Pro und Spark.

Im herstellereigenen Online-Shop kann man die Mavic Air bereits vorbestellen: 850 Euro kostet die Drohne mit Fernsteuerung und dem wichtigsten Zubehör, im Paket für 1050 Euro erhält man zwei weitere Akkus, mehr Ersatzpropeller und ein Mehrfachladegerät. Als Lieferzeit sind bislang 8 bis 10 Werktage angegeben.

Einen Überblick über aktuelle Drohnenmodelle gibt es im Podcast c't uplink Folge 17.8:

Update: Nach der offiziellen Vorstellung der Mavic Air haben wir die Gerüchte durch Herstellerangaben ersetzt und die Meldung überarbeitet. (hcz)

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