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DJIs Quadrokopter "Mavic": faltbar und mit FPV-Brille

DJI hat in New York seinen neuen Quadrokopter "Mavic Pro" vorgestellt. Offenbar will DJI damit dem Actioncam-Hersteller GoPro und dessen "Karma"-Drohne Paroli bieten.

DJIs Quadrokopter "Mavic Pro": faltbar und mit FPV-Brille

Der Mavic soll nach dem Auspacken in weniger als einer Minute flugbereit sein.

(Bild: DJI)

Der nun vorgestellte DJI-Kopter "Mavic Pro" wiegt gerade einmal rund 700 Gramm und lässt sich ähnlich GoPros "Karma"-Modell zusammenfalten, um ihn bequem in einen kleinen Rucksack zu transportieren. Dank installierter Propeller soll "Mavic" in einer Minute flugbereit sein. Trotz des Formfaktors verspricht DJI Funktionen, wie man sie von größeren Modellen kennt – darunter eine über drei Achsen stabilisierte Kamera.

Der Mavic Pro erreicht laut DJI im gewöhnlichen Flugmodus eine Geschwindigkeit von circa 45 km/h und soll sich auch bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 38,5 km/h noch ruhig und sicher fliegen lassen. Im Sportmodus soll die Drohne eine Geschwindigkeit von 64,8 km/h erreichen.

Neu ist ein sogenannter "Tripod Mode“. Hier reagiert der Kopter weniger sensibel auf Controller-Eingaben, dafür ist die maximale Geschwindigkeit auch auf 3,6 km/h begrenzt. Dies ermöglicht laut DJI präzisiere Videoaufnahmen und vereinfache zudem Indoor-Flüge.

Im eingeklappten Zustand schrumpft der Mavic Pro auf eine portablen Größe und lässt sich so auch bequem in einem kleineren Rucksack transportieren. Durch seine mit einer transparenten Plastikkuppel geschützten Kamera wirkt er wie ein Mini-U-Boot.

(Bild: DJI)

Mit einer Akkuladung soll der Mavic Pro und 27 Minuten in der Luft bleiben. DJIs Geofencing-System informiert Nutzer über Gegenden, in denen der Flugbetrieb nicht oder nur eingeschränkt erlaubt ist.

Im Standard-Paket wird der Quadrokopter ohne Controller ausgeliefert. Gesteuert wird er dann alleine über ein Mobilgerät mit installierter "DJI Go"-App. Der optionale Controller ist eine Neuentwicklung, der laut Hersteller taktile Feedbacks liefert, um vor Hindernissen zu warnen. Sein integriertes LC-Display gibt kein Livebild der Kamera wieder, sondern nur Basisinformationen wie Geschwindigkeit, Höhe und Akku-Ladestand. Durch Halteklammern am unteren Ende des Controllers kann er mit einem Mobilgerät zusammengeschaltet werden.

Wie der Phantom 4 bietet der Mavic Pro das sogenannte "Active Track“ Feature, bei dem Objekte autonom verfolgt werden, die zuvor auf dem Mobilgerät markiert wurden. Allerdings soll die Funktion jetzt genauer arbeiten und auch Verfolgungen neben Objekten erlauben. Ebenfalls möglich ist laut DJI das Umkreisen von Objekten beziehungsweise das reine Fokussieren auf ein Objekt, während der Benutzer den Mavic manuell steuert.

Im neuen „Terrain Follow"-Modus bleibt der kleine Kopter laut Hersteller immer hinter einem Objekt und hält dabei eine Höhe zwischen 3 und 10 Metern.

Ein neuer intelligenter Bildsensor soll es einfacher machen, Luft-Selfies zu erstellen. Im sogenannten „Gesture Mode“ erkennt die Drohne durch Bewegung des Objekts dessen Standort und hält es automatisch in der Bildmitte. Ein Aufblinken der Positionslichter dient als Countdown, bevor das Selfie geschossen wird.

Das neue "Flight Autonomy Guidance System“ kombiniert Dual-Band-Satelliten-Navigation, redundante Sensoren, Ultraschall-Entfernungsmesser, gleich fünf "Vision-Positioning"-Kameras für hohe Stabilität während des Fluges und eine Hindernisserkennung.

Der optionale Controller des Mavic Pro bietet taktiles Feedback bei Hindernissen und gibt über sein LC-Display Basisinformationen über den Kopter wieder.

(Bild: DJI)

Wie alle DJI-Drohnen kehrt auch der Mavic Pro bei Abriss der Funkverbindung oder kritischem Batteriestand automatisch zum Startpunkt zurück. Neu ist in diesem Zusammenhang aber das "Precision Landing System", dank dessen er Kopter auf dem Startpunkt mit einer Genauigkeit von 2,5 cm landen soll.

Die fest mit einem Drei-Achsen-Gimbal verbundene Kamera zeichnet laut DJI 4K-Videos mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde und Full-HD Videos mit bis zu 96 Bildern pro Sekunde auf. Bilder soll die 12-Megapixel Kamera in Adobe DNG aufnehmen können. Neu beim Mavic ist ein Portrait-Modus, bei dem der Gimbal um 90 Grad gedreht wird, um vertikale Fotos- und Videos aufzuzeichnen.

Für die Videoübertragung nutzt DJI ein neues proprietäres Protokoll namens "OcuSync". Der Videostream hat dabei laut Hersteller eine Auflösung von 1080p statt der bislang bei DJI üblichen 720p und soll sich über eine Distanz von zu 7 km an den Controller (und von dort an das Anzeigegerät) tranferieren lassen. Unklar ist noch, ob diese Reichweite auch direkt an ein Mobilgerät erreicht wird.

Durch die höhere Videoauflösung steigt auch die Bidlqualität von Livestreams bei Facebook, Periscope und YouTube über die "DJI Go"-App.

DJIs neue First-Person-View-Brille im Einsatz.

(Bild: DJI)

Passend zum Mavic Pro stellt DJI eine neue FPV-Brille vor, die ein Sichtfeld von 90 Grad bei einer Auflösung von 1080p bieten soll. Die Besonderheit: Die Brille wird nicht an den Controller gekoppelt, sondern über OcuSync direkt mit der Drohne. Dies soll für eine geringe Latenz von 120 Millisekunden sorgen. Durch Neigen des Kopfes wird die Kamera am Kopter dann geschwenkt, während man durch Drehen die Flugrichtung der Drohne bestimmen kann.

Der Mavic Pro wird von DJI ohne Controller für rund 1200 Euro angeboten und kann ab sofort vorbestellt werden. Die Auslieferung soll im Oktober erfolgen. Preis und Verfügbarkeit der FPV-Brille stehen derzeit noch nicht fest.

Update:
Leider haben sich die von DJI an heise online kurz vor der Veranstaltung übermittelten Preise als fehlerhaft erwiesen. Die korrekten Daten lauten wie folgt: Der Verkaufspreis des Mavic Pro mit Fernsteuerung in Deutschland beträgt 1199 €. Zusätzliche Mavic Pro Intelligent Flight Batteries kosten 99 €. Das Mavic Pro Fly More Combo Set beinhaltet einen Mavic Pro, zwei zusätzliche Intelligent Flight Batteries, extra Propeller, eine Akkuladestation, ein Autoladegerät und eine Umhängetasche und kostet 1499 €.

Offizielles DJI-Werbevideo zum Mavic

(Daniel Clören) / (nij)

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