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DSL-Anschlüsse lahmen

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DSL legt immer öfter den Kriechgang ein. Bei Arcor, Versatel und Netcologne traten in den vergangenen Tagen häufig massive Probleme auf. Die Kunden klagen über hohe Latenzzeiten und Paketverluste sowie einen geringen Datendurchsatz. Beim iMonitor von heise nahm die Zahl der Störungsmeldungen für die genannten Provider in den letzten Tagen drastisch zu und liegt bei einem Mehrfachen des üblichen Durchschnitts.

Netcologne geht wie gewohnt offen mit dem Thema um. Die Pressesprecherin Judith Schmitz räumt die Performanceeinbrüche ohne Umschweife ein und verspricht: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Probleme innerhalb der kommenden Tage abzustellen." Nach größeren Störungen im Oktober und November hatte Netcologne das Netz wie angekündigt zügig ausgebaut. Über die Feiertage ist der Anbieter aber wohl wieder in Rückstand geraten.

Auch Versatel räumt eine systemweite Störung bei DSL-Anschlüssen ein. Pressesprecher Stefan Sayder: "Wir arbeiten zusammen mit dem Systemlieferanten daran, die Störung einzugrenzen. Eine Überbuchung der Leitungen ist nicht der Grund für die Störung." Da die Ursache noch nicht gefunden ist, gibt es bei Versatel auch keine Voraussage, wie lange die Störung anhalten wird.

Arcor gibt genau wie die Mitbewerber offen zu, dass die Klagen der DSL-Kunden berechtigt sind. Es handle sich aber um temporäre punktuelle Engpässe, die kurzfristig behoben werden sollen. "Die Nachfrage wächst ständig. Wir haben bereits reagiert und beispielsweise vor Weihnachten das Peering mit der Telekom stark ausgebaut", erläutert Arcor-Pressesprecher Michael Peter. "Wir überwachen das Netz permanent und reagieren, möglichst bevor es zu Engpässen für die Kunden kommt", führt er weiter aus. (uma)