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DSL-Anschluss binnen vier Wochen

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Die Gütersloher Mediaways GmbH und die QS Communications AG (QSC) haben eine eigene DSL-Infrastruktur in den 40 größten Städten Deutschlands aufgebaut. Damit werden 20 Millionen potenzielle Breitband-Nutzer erreicht. In 95 Prozent der Fälle könnten die Kunden innerhalb von vier Wochen mit DSL ins Netz gehen, sagte Arnold Stender, Marketingdirektor von Mediaways, am heutigen Freitag in Hannover. "Unsere Plattform steht", betonte er. Jetzt komme es nur noch darauf an, wie schnell die Internetprovider eigene DSL-Pakete schnürten. Die Telefonica-Tochter Mediaways bietet keine Internetzugänge für Endkunden, sondern arbeitet als "Großhändler" für derzeit 30 Provider in Deutschland. Mit der Verfügbarkeit der DSL-Hardware gebe es keinerlei Probleme, so Stender. Die Telekom kann vielen Bestellungen nach eigener Darstellung nicht nachkommen, weil ihre Hardwarehersteller nicht schnell genug liefern.

Erster Anbieter der neuen T-DSL-Alternative ist nach Angaben von Mediaways die Victorvox AG. Stender konnte jedoch keine Details zum Start und Preis des Breitband-Internet-Zugangs nennen. "Unser Preismodell erlaubt es den Providern, eine DSL-Flatrate um die 100 Mark anzubieten" erläuterte er. Die Anschlüsse ermöglichen mit 1 MBit im Download und 256 kBit im Upload ein schnelleres Surfen als Standard-T-DSL. Besonders interessant für die Provider ist die Option zu Voice-over-DSL, die gleichzeitiges Surfen und Telefonieren über ein Kupferkabel erlaubt.

Mediaways betreibt nach eigenen Angaben eines der größten europäischen Kommunikations-Netzwerke auf IP-Basis. Zu den Kunden gehören Online-Dienste wie AOL – die Endkunden verbringen monatlich insgesamt 2,5 Milliarden Minuten im Netz. (hod)