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Technology Review

Darpa testet Windsensor für Stratosphären-Ballons in Höhen bis 27 Kilometer

In großen Höhen gibt es fast immer die richtigen Winde, man muss sie nur finden. Wenn das gelingt, könnten Ballons dauerhaft feste Gebiete versorgen.

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Darpa testet Windsensor für Stratosphären-Ballons in Höhen bis 27 Kilometer

(Bild: X Company / Loon)

In ihrem Programm Adaptable Lighter-Than-Air (ALTA) testet die US-Forschungsagentur Darpa derzeit einen Windsensor, der die Erkennung von Windgeschwindigkeiten und -richtungen aus großer Entfernung ermöglichen soll. Dies würde die Grundlage dafür schaffen, dass hoch fliegende Ballons stets passende Winde finden und dadurch dauerhaft über demselben Gebiet schweben können. Von dort aus könnten sie Kommunikationsdienste bereitstellen, Stürme beobachten oder Verschmutzung auf dem Meer kontrollieren. Eines Tages wären vielleicht auch Touristen-Flüge an den Rand des Weltraums möglich, berichtet Technology Review online in „Für immer am Rand des Weltraums“.

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Heutige Ballons folgen dem Wind und können jeweils nur einige Tage über demselben Gebiet bleiben. Im Bereich der Stratosphäre in ungefähr 18.000 Metern Höhe aber wehen Winde in unterschiedlichen Höhen in unterschiedliche Richtungen. „Indem wir höher fliegen, hoffen wir, von einer größeren Bandbreite an Winden profitieren zu können“, sagt der ALTA-Projektmanager Alex Walan. ALTA soll auf noch größeren Höhen operieren als der Google-Ballon Loon: zwischen 22.900 und 27.400 Metern, wo die Winde schlechter vorhersagbar sind. Wenn der Ballon exakt erkennen kann, wo die richtigen sind, sollte das aber kein Problem sein.

Der Windsensor, genannt STRAT-OAWL (kurz für „stratospheric optical autocovariance wind lidar”), ist eine neue Version eines Geräts, das ursprünglich für NASA-Satelliten entwickelt wurde. Das von Ball Aerospace produzierte Gerät strahlt Lichtpulse in die Luft. Ein kleiner Bruchteil dieser Strahlen wird reflektiert, und dieses Licht mit einem Teleskop eingefangen. Die Wellenlänge des reflektierten Lichts verändert sich leicht in Abhängigkeit davon, wie schnell sich die Luft bewegt, von der es reflektiert wurde; dies wird als Doppler-Verschiebung bezeichnet. Durch die Analyse dieser Verschiebung kann OAWL Windgeschwindigkeit und -richtung bestimmen.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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