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Das Bauklotz-Imperium schlägt zurück: Mit Lego Worlds gegen Minecraft

Minecraft ist für viele Kinder und Erwachsene Spiel und virtuelles Lego zugleich. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, wann der dänische Kunststoff-Klötzchen-Konzern ein vergleichbares Spiel mit virtuellen Legosteinen herausbringt.

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In Lego Worlds hat man nicht nur einen unbegrenzten Bauklötzchenvorrat, sondern kann auch die Minifiguren umfassend designen.

(Bild: Lego)

Wohl fast jeder Lego-Fan mit einem Computer oder Smartphone hat schon mal den Indie-Spielehit Minecraft gespielt und virtuelle Klötzchenwelten gebaut. Lego selbst bringt zwar schon seit drei Jahren Legosets mit Minecraft-Figuren heraus.Doch erst jetzt hat das für zahlreiche Lego-Computerspielumsetzungen verantwortliche TT Games eine unfertige "Early Access"-Version von "Lego Worlds" auf Steam veröffentlicht, das das Minecraft-Prinzip auf Legosteine überträgt.

Lego Worlds (8 Bilder)

Drachen im Wilden Westen...
(Bild: TT Games)

Wie Minecraft ist Lego Worlds ein Open-World-Spiel, in dem man riesige, prozedural erzeugte Landschaften voller Legofiguren, Gebäude und Schätze entdecken, aber im Stein-auf-Stein-Editor auch alles umbauen kann. Die selbstgebauten Welten sollen sich wie beim Vorbild speichern und exportieren lassen. Außerdem soll man mit ausgewählten echten Legobaukästen verschiedener Themenreihen von früher bis heute spielen können.

Die "Early Access"-Fassung von Lego Worlds kostet 15 Euro und läuft derzeit nur unter Windows, ab XP SP3. Da die jüngsten Legospiele auch für Mac OS X erschienen sind, gibt es auch Hoffnung auf eine Mac-Version. Linux dagegen wurde von TT Games bislang noch nicht unterstützt. Das Spiel soll Anfang 2016 fertiggestellt werden.

Launch Trailer: Lego Worlds (Quelle: Lego)

Tatsächlich gab es mit "Lego Universe" schon 2010 ein Multiplayer-Online-Spiel, das neben einem Kampagnen-Modus auch einen Sandkistenmodus enthielt, in dem man mit virtuellen Legos Objekte bauen konnte. Es wurde mangels Erfolg 2012 eingestellt. Ursache dürfte einerseits der viel zu kurze Kampagnenmodus gewesen sein, andererseits der Support-Aufwand: Laut Universe-Mitentwicklerin Megan Fox (nein, nicht die!) musste angeblich ein Moderatoren-Team damals alle von Spielern erzeugten Objekte auf einer Whitelist freischalten – unter anderem, um zu verhindern, dass in dem vorrangig für Kinder gedachten Spiel virtuelle Penisse auftauchen. Zumindest vorerst ist Lego Worlds nur für Einzelspieler, sodass man sich solche Moderationsaufwand sparen kann. (vza)