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Das Internet als "Enzyklopädie und Hilfe für Terroristen und Banditen"

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Wladimir Bulavin, der Leiter des Nationalen Antiterrorausschusses in Russland, erklärte nach einem Treffen der russischen und aserbeidschanischen Geheimdienste, dass sich das Problem der Verwendung des Internets durch Terroristen nicht auf nationaler und bilateraler Ebene lösen lasse. Das Internet unterstütze Terroristen und Kriminelle, die es zur Propaganda oder zur Beschaffung von Spreng- und Giftstoffen benutzen.

Russland und Aserbeidschan haben laut Bulavin ein gemeinsames Problem mit dem Internet, "das von der Weltgemeinschaft vermutlich für gute Zwecke ausgedacht wurde, aber das sich in eine Enzyklopädie und Hilfe für Terroristen und Banditen entwickelt hat". Da man dies auch nicht bilateral bekämpfen könne, habe man beschlossen, das Problem beim nächsten Treffen des russischen Geheimdienstes FSB mit 90 anderen Geheimdiensten aus 59 Ländern aufzugreifen, das im September in Chabarowsk stattfindet.

Schon Ende Juni hatte der Chef des russischen Geheimdienstes Nikolai Patruschew erklärt, dass nur eine internationale Zusammenarbeit die Verbreitung von Informationen, die die Kriminalität fördern, über das Internet verhindern könne: "Es ist unmöglich, Maßnahmen zu ergreifen, um diese kriminellen Informationen nur in einem einzelnen Land zu verhindern. Aber es ist möglich, diese Arbeit zusammen mit der internationalen Gemeinschaft zu organisieren." Allein in Russland gebe es über 5000 Websites, die nach Patruschews Ansicht als extremistisch einzustufen seien. (fr)