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Das getunte Gehör: Kopfhörer werden intelligent

Mehrere Start-ups arbeiten an Wearable-Geräten, um störende Töne auszublenden und gewünschte zu verstärken. Die drahtlosen Ohrhörer sollen etwa Konzerterlebnisse verbessern und Reisen entspannter machen.

Hörhilfe

Verschiedene junge Firmen arbeiten derzeit an Kopfhörern mit quasi bionischen Funktionen: Sie filtern unerwünschte Klänge aus und verstärken vom Nutzer gewollte Geräusche. Eines der Start-ups ist Doppler Labs, berichtet Technology Review in seiner November-Ausgabe (ab Donnerstag am Kiosk oder online bestellbar). Das Unternehmen hat Ohrhörer entwickelt, die sich per Smartphone-App steuern lassen.

Sie bietet Voreinstellungen für Situationen wie Musik hören bei einem Konzert oder Reisen mit. So sollen die Ohrhörer zum Beispiel während eines Fluges nicht nur Babygeschrei, sondern auch das Brummen des Triebwerks ausblenden – sowie zu laute Musik dämpfen. Darüber hinaus dürfte jeder die Situation kennen, wenn man bei einem schlecht ausgesteuerten Konzert den Sänger oder den Bass nicht gut hört. Das alles soll sich genauso wie Bässe und Höhen mit ein paar Wischern individuell anpassen lassen.

Konkurrent Nuheara etwa arbeitet an einer ähnlichen Technik wie Doppler, allerdings mit einem fundamentalen Unterschied: Seine Nutzer sollen über die drahtlosen Ohrstöpsel auch Musik, Telefonate und die digitale iPhone-Assistentin Siri hören. Laut David Cannington, Nuhearas Leiter für Vertrieb und Marketing, werden Nutzer mit einer iPhone-App Hintergrundgeräusche ausblenden können, um den Musikgenuss zu erhöhen oder in einem lauten Restaurant besser das Tischgespräch zu hören. Bis Ende 2015 soll ein funktionierender Prototyp fertig sein. Die Ohrhörer sollen weniger als 300 Dollar kosten, Käufer müssen sich aber wohl noch bis Ende 2016 gedulden.

Doppler dagegen will mit seinem Gerät schon in fünf Monaten auf dem Markt sein. Er weiß, es wird nicht leicht, auf Anhieb die breite Masse zu überzeugen. Deshalb soll sich das erste Produkt "Here" für 199 Dollar mit einer begrenzten Stückzahl von 12.000 an Audiophile richten.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

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