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Das iPhone 4G und deutsches Bier: die Polizei ermittelt

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Nachdem letzte Woche das Tech-Blog Gizmodo auf mysteriöse Weise an ein iPhone 4G kam und Details dazu veröffentlicht hat, ermittelt jetzt die örtliche Polizei in dieser Sache. Dabei hat die Geschichte um das geleakte Smartphone, das vermutlich Ende Juni offiziell vorgestellt wird, eher wie eine Farce begonnen.

Am 18. März feierte der Apple-Entwickler Gray Powell in einem deutschen Biergarten im Silicon Valley in seinen Geburtstag hinein. "Ich habe unterschätzt, wie gut deutsches Bier ist", schrieb er mit seinem als iPhone 3G maskierten 4G-Prototypen in sein Facebook-Profil. Kurze Zeit später ließ er das wertvolle Gerät auf seinem Barhocker liegen. Nach Darstellung von Gizmodo spielte der Finder eine Weile damit herum und entdeckte am nächsten Morgen, dass es sich bei dem Gerät um kein gewöhnliches iPhone handelte. Er habe versucht, Apple zu kontaktieren, doch glaubte man ihm dort nicht. Schließlich kaufte Gizmodo den Prototypen für 5000 US-Dollar. Während der drei Wochen, die bis dahin vergangen waren, hatte es Apple nicht geschafft, dem Besitzer des mittlerweile per MobileMe gesperrten Gerätes eine Nachricht zukommen zu lassen oder es zu orten.

Während viele noch bezweifelten, dass dem für seine Geheimhaltung wie für seine PR-Tricks bekannten Konzern Apple so etwas tatsächlich aus Versehen passiert, haben sich nun die Ermittlungsbehörden zu Wort gemeldet. Nach Gesprächen mit Apple-Verantwortlichen prüft der Bezirksstaatsanwalt von Santa Clara, ob gegen das Gesetz verstoßen worden ist. In der Vergangenheit hat Apple mehrfach seine rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, um unerwünschtes Durchsickern von Informationen zu unterbinden. Gizmodo hat den Prototypen mittlerweile an Apple zurückgegeben. (heb)