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Das nächste Grab: Keine Zeitschriften-Abos mehr in Google News

Bei Google News lassen sich künftig keine Print-Versionen von Magazinen und Zeitschriften mehr kaufen oder abonnieren. Die Funktion wird eingestellt.

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(Bild: dpa, Christoph Dernbach/dpa)

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Google löscht die Funktion, Print-Versionen von Magazinen und Zeitschriften in den Google News als Kopie zu kaufen oder zu abonnieren. Es ist das erste Opfer, das in diesem Jahr auf dem Google Friedhof bestattet wird. Verlage können auf der Plattform aber weiterhin ihre digitalen Angebote publizieren.

Nutzer haben das Geld für bereits gekaufte Inhalte, die sie nun nicht mehr bekommen, zurückerstattet bekommen. Bisher bezahlte und eingegangene Produkte sollen als PDFs abrufbar bleiben, schreibt Android Police, denen eine Mail an die Nutzer von Google vorliegt.

Google hatte 2014 den digitalen Zeitungskiosk in Deutschland eingeführt, 2018 ersetzte Google News den Kiosk. Die Desktop-Version der Nachrichten wurde vergangenes Jahr überarbeitet – ein neuer Look und eine bessere Suchfunktion kamen heraus. Dabei kündigte Google auch den Ausbau der Zusammenarbeit mit einigen Verlagen an. So soll etwa eine neue Machine-Learning-Paywall-Lösung entstehen, lokale Medien will das Unternehmen fördern. Fraglich ist daher, ob eine neue Darstellungsart von Abonnements die nun eingestampfte E-Paper-Variante ablöst.

Andere Unternehmen setzen derzeit auf erweiterte Nachrichtenangebote. Apple bietet personalisierte News in der iPhone-App an, derzeit allerdings noch nicht in Deutschland, hier gibt es eine Art Nachrichten-Widget. Die Ankündigung von Apple, den US-Präsidentschaftswahlkampf 2020 nachrichtlich zu begleiten, stößt nicht überall auf Begeisterung. Apple hat eigens Journalisten für die generelle Auswahl der Artikel eingestellt, wie diese dabei vorgehen, kommuniziert das Unternehmen nicht.

Bei dem Internetdienst Pocket von Mozilla bekommen Nutzer ebenfalls personalisierte Vorschläge, können aber auch eigene Artikel zur späteren Nachlese speichern. Das Medien-Start-Up Buzzard aus Deutschland will Themen kuratieren, um Menschen aus der Filterblase herauszuholen, also ihnen Inhalte zeigen, die sie sonst vielleicht nicht gesucht und gesehen hätten.

Als problematisch gilt neben der Themen-Bestimmung auch der Umgang mit Snippets, also Vorschauen von Artikeln. Da in Frankreich das Leistungsschutzrecht bereits in Kraft getreten ist, zeigt Google diese in dem Land nicht mehr an. (emw)