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Das war 2018. Ein nicht so besinnlicher Jahresrückblick

Der neue Datenschutz

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Es begann eher unscheinbar mit kleinen Vorab-Meldungen darüber, was die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) alles verbessern wird. Schließlich ist Deutschland stolz auf sein Datenschutz-Niveau. Was dann aber passierte, war ungeheuerlich – oder schlicht erwartbar, wenn man Juristen frei drehen lässt.

DSGVO

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Die unfrohe Kunde, dass die Abmahn-Maschinerie angelaufen ist, brachte es zur Jahresmitte zum Spitzenreiter in der Zugriffsstatistik aller Nachrichten des Jahres 2018. Auch die Absurditäten wie die Debatte, ob Wunschzettel unter die DSGVO fallen können, beschäftigte die Leser. Das böse Wort von den Datenschutztaliban machte die Runde.

Viel spricht dafür, dass dieses Thema auch den neuen Bundesdatenschutzbeauftragten beschäftigen wird, der zum Jahreswechsel seinen Dienst antreten wird. Die scheidende Schutzbeauftragte hat eine beachtliche Anzahl an Beschwerden gesammelt.

Über die Jahre und Minister hinweg sorgte ein Thema für Spannung: Das Projekt der intelligenten Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz begann unter Bundesinnenminister Thomas de Maizière und endete im Sommer unter Horst Seehofer. In beeindruckender Weise habe sich die Leistungsfähigkeit gezeigt. Das bezweifelte nicht nur der Chaos Computer Club.

Die zweifelhafte Erkennungstechnologie ist in der Welt und wird uns begleiten, wie das Beispiel von Taylor Swift zeigt. Der "gute Zweck" heiligt die Mittel, oder auch nicht: die eingeforderte Löschung biometrischer Daten vom G20-Gipfel wird sicher 2019 vor Gericht verhandelt und könnte zu einem Grundsatzurteil führen. Ganz nebenbei sei auf einen frühen Spitzenreiter unter den Nachrichten hingewiesen: "personalisierte" Filme dank Face-Swap im Verein mit Gesichtsmimik-Technologien produzieren künftig Alpträume (oder Pornos) besonderer Art.