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Dateiname killt Windows

Man lade mit Windows 7 oder 8.1 eine Datei unter "$MFT", und das System crasht. Der ähnlich für Windows 95 und 98 bekannte Bug bremst das Betriebssystem so weit, dass ein Neustart unausweichlich wird, wenn nicht schon vorher ein Bluescreen erscheint.

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Dateiname killt Windows

Nach den Erkenntnissen russischer Forscher (russische Quelle) lässt sich Windows in den Versionen 7 und 8.1 ebenso so wie das nicht weiter unterstützte Windows Vista einfach zum Stillstand bringen, wenn man ihm einen Dateipfad unterhalb von "$MFT" zum Öffnen aufträgt. Das funktioniert auch ohne bewusste Mitwirkung des Windows-Benutzers, wenn besagter Dateipfad etwa als Link in eine besuchte Webseite eingebunden ist. Nach unseren Beobachtungen ist Windows 10 nicht betroffen.

Das Problem erinnert an den sogenannten era-Bug unter Windows 95 und 98, der ähnliche Auswirkungen beim Aufruf von "file:///c:/con/con" zeitigte. In beiden Fällen liegt die Ursache in der Art und Weise, wie Windows mit dem jeweiligen Dateipfad umgeht. Im aktuellen Bug markiert das System die im Wurzelverzeichnis jedes NTFS-Dateisystems enthaltene Datei $MFT als locked, hebt diese Blockade aber niemals wieder auf. Alle späteren Aufrufe des betroffenen Dateisystems warten dann endlos auf diese Aufhebung. Wie das Magazin Ars Technica berichtet, blockieren einige Web-Browser schon von sich aus den Aufruf der problematischen Dateipfade, Internet Explorer gehört aber nicht zu dieser Gruppe. (hps)

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