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Datenanalyse liefert neue Hinweise auf möglichen Absturzort von Flug MH370

Fast fünf Jahre nach dem Vorfall ist weiter offen, wo sich das vermisste Flugzeug von Malaysian Airlines befindet. Ein dänischer Forscher ist ihm auf der Spur.

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Datenanalyse liefert neue Hinweise auf möglichen Absturzort von MH370

(Bild: "airplane" / sigmama / cc-by-2.0)

Trotz intensiver Suchaktionen, den teuersten in der Geschichte der Luftfahrt, konnte bislang der Verbleib eines Flugzeugs von Malaysian Airlines nicht geklärt werden, das im März 2014 bald nach dem Start nicht mehr lokalisierbar war. Ein dänischer Ingenieur hat jetzt versucht, die Flugroute mit einer neuen Analyse der Kommunikation mit einem Satelliten nachzuvollziehen. Als wahrscheinlichsten Standort für die Maschine nennt er eine Region nahe der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean, die bislang nicht näher in Betracht gezogen wurde. Das berichtet Technology Review online in „Wo ist Flug MH370?“.

Die Reise von MH370 begann ganz normal – das Flugzeug folgte seiner geplanten Route nordöstlich Richtung Vietnam. Doch nach der letzten Sprachkommunikation mit der Bodenkontrolle wich es von der Route ab, drehte nach Westen und flog über Malaysia hinweg zurück und weiter über die Andamanensee. In dieser Zeit wurde es von malaysischem Militärradar erfasst, geriet aber später aus dessen Reichweite. Anschließend kamen die einzigen Daten aus einem Gerät an Bord, das mit digitalen Handshakes automatisch auf stündliche Status-Abfragen vom Boden reagierte. Diese Signale wurden über den geostationären Kommunikationssatelliten Inmarsat 3F1 übertragen.

Mit einer Analyse dieser Signale sowie der Doppler-Verschiebung bei der Funkfrequenz, die sich durch die relative Geschwindigkeit von Flugzeug und Satellit zueinander ergab, konnte Martin Kristensen von der Universität Aarhus ein mathematisches Modell entwickeln, das vier mögliche Standorte des Flugzeugs ausgab. Zwei davon befinden sich nördlich und über Land, sodass Kristensen sie sofort ausschloss. Bei der dritten Lösung handelt es sich um den Standort, an dem bereits intensiv – und erfolglos – gesucht wurde. Die letzte Lösung aber ist ein neuer Standort, den Suchteams bislang nicht näher berücksichtigt haben.

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(sma)