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Datenbank MySQL will mehr Storage-Engines einbinden

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Die schwedische Firma MySQL AB, treibende Kraft hinter der gleichnamigen Open-Source-Datenbank, will mit der Offenlegung ihres Pluggable Storage Engine API Drittanbietern eine Schnittstelle für die Anbindung eigener Storage Engines bieten. Die Idee dahinter ist, die freie Datenbank flexibel für die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Engines zu gestalten. MySQL AB hofft mit diesem Schritt andere dazu zu ermutigen, Storage Engines für ihr Flaggschiff zu entwickeln.

Im vergangenen Oktober musste das Unternehmen zusehen, wie seine wichtige Storage Engine InnoDB durch den Kauf der Entwicklerfirma InnoBase Oy in die Hände des Konkurrenten Oracle überging. MySQL AB hat zwar ein Abkommen mit dem Branchenriesen über die Weiterentwicklung von InnoDB verlängert, möchte jedoch mit einer breiteren Auswahl an Engines besser auf die Marktanforderungen reagieren können.

Das skandinavische Unternehmen hat in der Zwischenzeit mit der Entwicklung einer eigenen transaktionellen Storage Engine mit dem Codenamen Falcon begonnen. Die Standard-Storage-Engine für den freien Datenbank-Server bleibt indes MySQLs eigene MyISAM. Daran wird sich, nach Aussage von MySQL AB, erst einmal nichts ändern. Mit einem Zertifizierungsprogramm will der Datenbank-Hersteller Storage Engines, die für MySQL Server entwickelt werden, ein Gütesiegel verleihen.

In der vergangenen Woche hatte schon SolidDB, Anbieter von Embedded-Datenbanken, eine für MySQL-Server adaptierte Version seiner Online Transaction Processing (OLTP) Storage Engine angekündigt. Ein erster Prototyp soll auf der diese Woche im kalifornischen Santa Clara stattfindenden MySQL Users Conference gezeigt werden.

Weitere Informationen zur Open-Source-Datenbank MySQL und der Dual-Licence-Strategie von MySQL AB finden sich im Artikel MySQL: Die freie Wahl auf heise open. Ebenfalls auf heise open: Eine Übersicht zu freien Datenbanken für den Unternehmenseinsatz. (akl)