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Datenleck verschwiegen: 600.000 Euro Strafe in den Niederlanden gegen Uber

Für einen massiven Datendiebstahl, der auch 174.000 Niederländer betroffen hat, muss Uber nun 600.000 Euro Strafe bezahlen.

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Uber

(Bild: dpa, Eric Risberg)

Die niederländische Datenschutzbehörde hat eine Strafe von 600.000 Euro gegen den Fahrdienstvermittler Uber verhängt. Das US-Unternehmen habe den immensen Diebstahl von 57 Millionen Nutzerdaten nicht innerhalb der vorgegebenen Frist von 72 Stunden nach der Entdeckung gemeldet, begründet die Behörde die Entscheidung. Betroffen waren demnach auch 174.000 Niederländer. Abgegriffen worden waren Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Uber-Nutzern.

Das massive Datenleck war im Dezember 2017 bekannt geworden, der Diebstahl hatte sich aber bereits 2016 ereignet und bei Uber war er damals auch bereits entdeckt worden. Der damals noch neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi hatte das lange Schweigen nicht entschuldigen wollen und erklärt, "nichts davon hätte passieren dürfen".

Der Konzern war dann noch einmal in die Kritik geraten, als bekannt wurde, dass der verantwortliche Hacker 100.000 US-Dollar aus dem hauseigenen Bug-Bounty-Programm bekommen hatte, damit er im Gegenzug die Daten löscht. Das Programm ist eigentlich als Anreiz gedacht, damit Sicherheitsforscher von ihnen entdeckte Software-Lücken direkt an Uber melden, statt anderswo Kapital daraus zu schlagen. (mho)

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