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Datenrettungstools im Test

Wenn die Festplatte aufgibt oder die Partition durch einen falschen Klick verschwindet, muss das Backup herhalten. Gibt es keins, helfen Tools zur Datenrettung.

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Datenrettungstools im Test

Daten, die nur auf einem Datenträger liegen und nicht regelmäßig ins Backup kopiert werden, sind in ständiger Gefahr. Jedes Speichermedium fällt irgendwann aus und ein unüberlegter Klick in der Datenträgerverwaltung reicht aus, um die Partitionstabelle zu löschen – die Daten sind dann zwar noch da, der Computer weiß nur nicht mehr wo.

Weil nicht jeder immer ein frisches Backup zur Hand hat, gibt es verschiedene Datenrettungstools auf dem Markt und als Open-Source-Software. Damit sie eine Chance hat, hilft Wissen über die Funktionsweise von Festplatten. In der aktuellen Ausgabe der c't stellen wir die Funktionsweise gängiger Dateisysteme und Speichermedien vor und erklären, worauf es beim Sichern ankommt. In jedem Fall gilt: Wenn Sie Datenverlust vermuten, darf niemand mehr auf die Festplatte schreiben. Der Griff zum Netzschalter ist besser als ein geordnetes Herunterfahren. Anschließend darf die Festplatte nur noch mit Lesezugriff eingehängt werden.

Von kostenlos bis ganz schön teuer

c't hat sechs Datenretter für einen Test im Labor versammelt und sie vor unterschiedliche Alltagsaufgaben gestellt. Es galt, eine Mischung aus typischen Alltagsdaten, also Bildern, Textdokumenten, Filmen und Musik wiederherzustellen. Zum Test wurde die Partitionstabelle mit Nullen überschrieben und das Laufwerk formatiert. Zwischen 0 und 1000 Euro kann man für die Testkandidaten bezahlen. Beim Rohdatenscan war das Open-Source-Tool PhotoRec am besten, Ordnerstrukturen stellten der Data Recovery Wizard von EaseUs und Easy Recovery von Kroll Ontrack am besten wieder her.

Am wenigsten Hoffnungen dürfen sich übrigens Besitzer von SSDs machen. Als gelöscht markierte Speicherstellen werden hier schnell gelöscht. Ein Backup ist deshalb – wie auch bei Magnetfestplatten – weiterhin Pflicht.

Mehr zur Datenrettung und zu passenden Tools finden Sie in c't 19/2018:

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(jam)

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