Menü

Datenschutz: SwiftKey darf bald nicht mehr auf Gmail zugreifen

SwiftKey analysiert auf Wunsch auch E-Mails. Weil die Tastatur-App aber nicht den Google-Datenrichtlinien entspricht, wird bald der Zugang zu Gmail gekappt.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 33 Beiträge

(Bild: SwiftKey/Microsoft)

Von

Google versendet derzeit Hinweise an SwiftKey-Nutzer, dass sie mit der Tastatur-App ab 15. Juli nicht mehr auf Google-Accounts zugreifen können. Das betrifft auch Dienste wie Gmail. Als Grund gibt Google an, dass die SwiftKey-Entwickler es bisher versäumt haben, den aktualisierten Datenschutzrichtlinien zu entsprechen.

Die SwiftKey-Tastatur erkennt den "individuellen Schreibstil" des Nutzer und lässt sich mit Mail-Accounts verbinden, um bessere Wortvorschläge zu liefern. Die App verlangt bestimmte Zugriffsrechte, um diesen Service anbieten zu können. SwiftKey nimmt sich allerdings sehr viele Rechte heraus und kann etwa Mails bearbeiten und sogar löschen. Die neuen Richtlinien von Google besagen nun aber, dass App-Entwickler nur noch die absolut nötigen Rechte erbitten sollen. Apps, die mit Gmail interagieren, brauchen unter Umständen weitere Genehmigungen von Google, berichtet Bleeping Computer. Das soll die Privatsphäre der Nutzer besser schützen.

SwiftKey gehört seit 2016 zu Microsoft. Der Konzern hatte den Anbieter damals für 250 Millionen US-Dollar übernommen. Bislang gibt es weder von Microsoft noch von SwiftKey eine Reaktion auf Googles Vorgehen. (dbe)