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Datenschutzbeauftragte überprüft Amazon-Logistikzentrum

In Amazons neuem Logistikzentrum in Winsen/Luhe soll es eine lückenlose Leistungkontrolle und Videoüberwachung geben. Amazon dementiert, die Datenschutzbeauftragte prüft.

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Amazon-Pakete

Die niedersächsische Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel nimmt ein neues Logistikzentrum des Internet-Händlers Amazon in Winsen/Luhe unter die Lupe. Die Behörde habe aufgrund von Medienberichten ein Kontrollverfahren eingeleitet und dem Handelskonzern einen Katalog von Fragen gestellt, sagte Jens Thurow aus der Pressestelle der Datenschutzbeauftragten. Bis Ende des Jahres habe Amazon Zeit, den Katalog zu beantworten.

Über das im Sommer eröffnete Logistikzentrum in Winsen hatte am Dienstag das NDR-Fernsehmagazin Panorama 3 berichtet und Amazon vorgeworfen, gegen den Datenschutz zu verstoßen. So sollen die Arbeitsschritte der Mitarbeiter erfasst und zur Leistungskontrolle verwendet werden. Außerdem sind dem Bericht zufolge Kameras installiert, unter anderem im Bereich der Spinde.

Eine lückenlose Leistungskontrolle und eine permanente Videoüberwachung wären unzulässig, sagte Thurow: "Wir wollen jetzt wissen, was an dem Verdacht dran ist."

Ein Sprecher von Amazon sagte, das Unternehmen beachte die geltenden Datenschutzgesetze. "Die für die logistischen Prozesse eingesetzten Systeme wurden mehrfach von Landesdatenschutzbeauftragten überprüft und für zulässig befunden." So dienten die Kameras im Spindraum zum Schutz des Eigentums der Mitarbeiter, in den Umkleiden gebe es keine Kameras. Es gebe auch keine Leistungsüberwachung von Mitarbeitern durch Videoaufzeichnungen. (dpa) / (jk)

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