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Dauer-Alpha Star Citizen: 150 Millionen eingesammelt, Angst vor Kernschmelze für Crowdfunding

Das Mega-Projekt Star Citizen hat mittlerweile mehr als 150 Millionen US-Dollar eingesammelt, doch ein Veröffentlichtungstermin ist nicht in Sicht. Ein Scheitern des Projekts könnte fatale Auswirkungen für die Crowdfunding-Bewegung haben.

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Star Citizen: 150 Millionen eingesammelt, Angst vor Kernschmelze für Crowdfunding

Star Citizen: Teure Raumschiffe

Das per Crowdfunding finanzierte Spiele-Projekt Star Citizen hat mittlerweile über 150 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus der offiziellen Funding-Statistik des Entwicklers Roberts Space Industries hervor. Kein anderes Crowdfunding-Spieleprojekt konnte bisher derart viel Geld einsammeln. Seit dem Start der Entwicklung schürt Studio-Chef Chris Roberts große Erwartungen; Star Citizen soll die bislang komplexeste Weltraumsimulation werden, die Erkundung von ganzen Planeten ermöglichen und vielschichtige Wirtschaftskreisläufe bieten.

Über 300 US-Dollar für ein digitales Raumschiff in einem unfertigen Spiel

(Bild: RSI)

Geld kassieren mit virtuellen Raumschiffen

Spieler können virtuelle Raumschiffe kaufen und so das Projekt weiter finanzieren. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Kleinbeträge: So kosten etwa das neue Raumschiff Aegis Eclipse LTI 275 US-Dollar, die Warbond Edition noch 250 US-Dollar – inklusive Mehrwertsteuer entspricht das 297,50 und 327,25 US-Dollar. [Update] Auch die schon länger verfügbare Constellation Aquila kostet 327,25 US-Dollar. Insider befürchteten gegenüber heise online bereits im März, dass ein mögliches Scheitern von Star Citizen einer Kernschmelze für das Crowdfunding-Modell gleichkäme.

Auf den Verkaufsseiten der Raumschiffe prangt der Hinweis, dass sich das Spiel noch in der Alpha-Version befindet. Dabei wird Star Citizen seit 2012 entwickelt, und zwar von Cloud Imperium Games und zahlreichen Tochterunternehmen. Bis zum 20. Juli soll die nächste Alpha-Version 3.0.0 herauskommen, die Planetenlandungen ermöglichen soll. Einen konkreten Termin zur Fertigstellung gibt es derweil nicht, auch die Single-Player-Auskopplung Squadron 42 wurde verschoben, soll aber noch 2017 erscheinen. Allerdings findet sich auf der Squadron-42-Website der Hinweis, dass sich auch dieses Spiel noch in der Alpha-Version befinde.

Schiffe, Hangars, Weltraumschlachten: Chris Roberts "Star Citizen" (8 Bilder)

Auch Piraten müssen manchmal schnell von A nach B kommen – und etwas Luxus hat man sich sicher auch verdient: jetzt spielbar mit dem Schiff Origins M50. (Bild: Cloud Imperium Games)

Wechsel auf Vulkan

Im März 2017 teilte Chef-Grafikingenieur Alistair Brown in einem Foreneitrag mit, dass Star Citizen künftig die plattformunabhängige 3D-Schnittstelle Vulkan nutzen werde. Der Microsoft-Schnittstelle DirectX 12 erteilte Brown eine Absage, auch den künftigen Support von DirectX 11 stellte er in Frage. Möglicherweise führen die Vulkan-Anpassungen dazu, dass sich das Mega-Projekt Star Citizen weiter verzögert. (mfi)

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