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Debian-Release-Team gibt Statusbericht zu Debian 4.0/Etch

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Auf einer Mailingliste veröffentlichte Andreas Barth, einer der Debian-Release-Manager, einen aktuellen Status über das Fortschreiten bei der Fertigstellung des unter dem Namen Etch entwickelten Debian GNU/Linux 4.0. Man sei nicht so weit, wie die Entwickler es sich zum Jahresende gewünscht hätten, aber es ginge vorwärts. Es gäbe aber noch einiges vor der Veröffentlichung zu korrigieren – Barth bittet die Debian-Gemeinde um Mithilfe.

Im Entwicklerzweig von Etch seien in den letzten Wochen viele der Fehler korrigiert worden, die als Release-kritisch eingestuft waren. Es seien aber auch viele neu erkannte hinzugekommen, sodass die eigentliche Anzahl der noch zu korrigierenden Fehler kaum niedriger wurde. Barth zeigt sich jedoch optimistisch, das man Etch bald veröffentlichen könne; wenn jedoch mehr Entwickler mehr Fehler korrigieren würden, könne man Debian 4.0 noch früher freigeben. Fertig gestellt werden müssten zudem noch die Dokumentationen in Form der Release Notes und des Handbuchs zur Installation.

Eines der Problembereiche sei auch der Kernel – er speichert Dateien seit dem Hinzufügen eines für LSB-Konformität nötigen Patches unter Umständen nicht korrekt. Es handle sich dabei um einen Fehler, der auch mit dem vor einigen Wochen veröffentlichten Linux 2.6.19 auftreten kann. Die Kernel- und Debian-Entwickler suchen derzeit zusammen nach einer Lösung. Auch Linus Torvalds und andere prominente Kernel-Hacker beteiligt sich aktiv an der Suche – die Diskussion rund um das Problem läuft bereits seit fast drei Wochen auf der Linux-Kernel-Mailinglist und hat einen stattlichen Umfang angenommen. Es scheint noch unklar, ob das Problem nur mit ext2 und ext3 oder auch mit anderen Dateisystemen auftritt; zudem zeigt sich der Fehler wohl nur unter sehr selten eintretenden Bedingungen. (thl)