Debian wählt neuen Projektleiter

Sam Hocevar, der Anthony Towns als Debian Project Leader folgt, möchte die Distribution wieder "sexy" machen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 113 Beiträge
Von
  • Oliver Diedrich

Gut 1000 aktive Entwickler des Debian-Teams haben Sam Hocevar zum neuen Debian Project Leader gewählt. Hocevar, Debian-Anwender seit über zehn Jahren und seit dem Jahr 2000 Debian-Entwickler, folgt Anthony Towns, der sich – neben sechs weiteren Kandidaten – auch wieder zur Wahl gestellt hatte. Wer die Ergebnisse der Wahl genauer wissen möchte (und einen Statistiker zur Hand hat), kann versuchen, die Debian'sche Darstellung der Resultate zu entschlüsseln. Tipp: Beim verwendeten Wahlverfahren gibt man nicht bloß dem Wunschkandidaten eine Stimme ...

Im Vorfeld der Wahl hatte Hocevar unter anderem die Notwendigkeit eines besseren Projektmanagements und strukturierterer Kommunikation unter den Entwicklern betont. Er möchte mehr Dynamik in den Entwicklungsprozess bringen und allzu starre Strukturen aufbrechen, um Frustrationen bei vielen Entwicklern entgegenzuwirken. Die durchaus vorhandenen Gelder will Hocevar für mehr Entwicklertreffen und die Anschaffung von Hardware verwenden. Insgesamt will Sam Hocevar Debian wieder "sexy" machen, was auch ein Redesign der Debian-Website einschließt.

Das Debian-Projekt hatte zu Ostern die neue Version 4.0 (Etch) mit viermonatiger Verspätung gegenüber den ursprünglichen Release-Plänen freigegeben. Zu den Neuerungen gehören ein grafischer Installer, die Verwendung von Udev und die Umstellung auf Unicode.

Mehr zu Debian GNU/Linux 4.0:

(odi)