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Dell: Neuer Opteron-Server unterstützt Quad-Core-Stromsparfunktionen

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Mit dem PowerEdge 2970 stellt die Firma Dell ihren ersten 2-Opteron-Server im 2-HE-Rack-Einschubgehäuse vor; bisher hatte Dell mit dem PowerEdge 6950 lediglich eine 4 HE hohe 4-Sockel-Maschine sowie den 1 HE hohen 2-Sockel-Server PowerEdge SC1435 mit AMD-Prozessoren im Lieferprogramm.

2-HE-Rackserver mit zwei physischen (Mehrkern-)Prozessoren gehören zu den weltweit meistverkauften Server-Bauformen und eignen sich für viele unterschiedliche Einsatzzwecke – sie sind noch relativ kompakt, lassen sich aber deutlich flexibler ausstatten als die superflachen Einschübe. Wie der 2-Xeon-Server PowerEdge 2950 ist auch der PowerEdge 2970 mit zwei redundanten Netzteilen, bis zu 32 GByte Hauptspeicher und acht 2,5-Zoll-SAS-Festplatten lieferbar, zudem passen in beide Geräte je drei PCIe-Erweiterungskarten und ein Bandlaufwerk für Backups. Auf dem Mainboard des PowerEdge 2970 nutzt Dell den neuen Broadcom/ServerWorks-Chipsatz HT-2100/HT-1000, der keinen PCI-X-Bus mehr anbindet.

Wie die meisten aktuell verkauften Opteron-Server mit LGA1207-/"Socket-F"-Prozessorfassungen soll sich auch der PowerEdge 2970 mit den angekündigten Quad-Core-Opterons (Barcelona) aufrüsten lassen. Diese bringen neue Energiesparfunktionen, darunter eine getrennte Stromversorgung (Split Powerplane) für die vier Rechenkerne einerseits und andererseits für die integrierte Northbridge, also insbesondere den Speichercontroller. Außerdem soll sich die Taktfrequenz (aber nicht die Kernspannung) jedes Kerns separat einstellen lassen. Die auftrennbare Stromversorgung von Speichercontroller und Rechenwerken ist dabei sicherlich nur dann nutzbar, wenn zwei Spannungswandler pro Prozessorsockel auf dem Mainboard vorhanden sind – das ist bisher wohl nur bei wenigen LGA1207-Mainboards der Fall.

Dell betont, dass der PowerEdge 2970 Funktionen namens Dual Dynamic Power Management unterstütze und damit für die kommenden Quad-Core-Opterons besonders gut gerüstet sei. Außerdem soll – wie bei einigen Xeon-Servern schon jetzt – sehr bald eine Energy-Smart-Version des Opteron-Servers erscheinen, in denen dann wohl HE-Ausführungen der Opterons stecken werden – so wie LV-Xeons in den sparsameren und teureren Xeon-Maschinen sitzen. Dell widmet sich in letzter Zeit verstärkt dem Thema Energieeffizienz und ist auch Mitglied im Green Grid. (ciw)