Menü
c't Magazin

Dell lässt Kunden schrauben und bringt ein 20-Zoll-Notebook

vorlesen Drucken Kommentare lesen 169 Beiträge

Dell XPS 700 in Sonderfarbe "Formula Red"

Der von schrumpfendem Gewinn geplagte PC-Weltmarktführer Dell versucht sein Glück mit dem Desktop-Rechner XPS 700 nun auch bei PC-Gamern sowie unerfahrenen Bastlern, während der portable XPS M2010 als Media-Center-PC für luxuriösere ausgestattete Wohnzimmer ins Rennen geht. Ebenfalls neu sind das Notebook XPS M1210 und das 24-Zoll-Flachdisplay UltraSharp 2407WFP, das USB-Ports, einen Speicherkarten-Leser sowie einen S-Video-Eingang mitbringt und HDCP-Verschlüsselung am DVI-Eingang unterstützen soll.

Mit der XPS-Baureihe von Desktop-Rechnern und Notebooks will sich Dell gegen den Preiskampf im PC-Markt stemmen. Dell versucht, mit aufwendiger Gestaltung, besonderen Ausstattungsdetails und erweitertem Service höhere Margen zu erreichen. Mit dem nur in kleinen Stückzahlen gebauten XPS 600 Renegade hatte Dell seinen ersten serienmäßig übertakteten PC offeriert. In dieses Konzept passt auch die Übernahme des PC-Hersteller Alienware.

Den XPS 700 verkauft Dell auch als Barebone

Den ab 2310 US-Dollar angebotenen XPS 700 bestückt Dell auf Wunsch mit Intels teuerstem und schnellstem Desktop-PC-Prozessor, dem Pentium Extreme Edition 965; es sind aber auch andere Pentium-D- oder Pentium-4-Modelle lieferbar. Als Chipsatz kommt der neue Nvidia nForce 590 SLI zum Einsatz – Dell ist also (wie beim Nforce4 SLI X16 Intel Edition) der erste Hersteller, der die Intel-Version dieses Chipsatzes verbaut. Dell bietet verschiedene SLI-Grafikkarten-Kombinationen im XPS 700 an und kündigt auch Quad-SLI-Ausstattungen an, die aber noch nicht verfügbar sind. Außerdem ist die Physik-Beschleunigerkarte von Ageia lieferbar.

Serienmäßig steckt ein 750-Watt-Netzteil im beleuchteten Gehäuse, in den USA und anderen amerikanischen Ländern gibt es optional ein 1000-Watt-Netzteil. Auf Wunsch liefert Dell das Gerät als teilbestücktes Barebone, das Netzteil, Gehäuse, Mainboard, Prozessor samt Kühlung und Speichermodule enthält und von den Käufern selbst weiter ausgebaut werden kann.

Das portable Media-Center XPS M2010 ist mit Core-Duo-Mobilprozessoren von Intel bestückt und soll mindestens 3500 US-Dollar kosten. Das 20,1-Zoll-Display bietet 1680x1050 Bildpunkte (WXSGA+), der ATI-Mobility-Grafikprozessor (Radeon X1800) steuert auch noch einen DVI-I-Port für externe Displays an. Eine optionale zweite Festplatte passt in das Gerät und erweitert die Speicherkapazität auf bis zu 240 GByte. Zum Transport klappt man das Display auf das flache Rechner-Gehäuse, der Display-Standfuß dient dann als Tragegriff. Die Tastatur lässt sich abnehmen.

Dell XPS M2010 mit 20,1-Zoll-Display

Bisher gehörte das Samsung M70 zu den Notebooks mit den größten Displays, wobei sich dessen 19-Zoll-Display auch abnehmen lässt.

Dell hat auch ein weiteres neues Notebook angekündigt, das aber eher leicht ist: Das XPS M1210 bringt ein 12,1-Zoll-Display mit und soll mit dem größten lieferbaren Akku fast 8 Stunden lang laufen. (ciw)