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Dell sieht Stabilisierung der Nachfrage

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Der nach HP weltweit zweitgrößte Computerbauer Dell sieht ein Ende seiner steilen Umsatztalfahrt. Die Nachfrage scheine sich stabilisiert zu haben, teilte der US-Konzern am Montagabend nach US-Börsenschluss mit – doch variiere diese stark je nach Kundensegment und Region. Der Umsatz werde im aktuellen, bis Ende Juli laufenden zweiten Geschäftsquartal im Vergleich zum Vorquartal leicht steigen.

Allerdings werde die Gewinnmarge etwas schlechter ausfallen, warnte Dells Finanzchef Brian Gladden, bevor ein Treffen mit Analysten in Austin ansteht. Gründe seien höhere Kosten für Bauteile, der Preisdruck durch Wettbewerber und die Nachfrage nach kleineren, weniger gewinnträchtigen Computern. Gekauft werden derzeit besonders Netbooks.

Angesichts der globalen Talfahrt auf dem PC-Markt hatte Dell im vergangenen Geschäftsquartal einen heftigen Einbruch von Gewinn und Umsatz hinnehmen müssen. Der Konzern sieht sich weiter auf Kurs, bis 2011 wie geplant insgesamt 4 Milliarden Dollar einzusparen. Das will Dell durch größere Effizienz in der Materialbeschaffung und der Produktion, Optimierung der Lieferkette und fortwährende Reduzierung der operativen Kosten erreichen.

Gladden glaubt nach eigenen Angaben weiterhin, dass die Kunden ihre IT-Investitionen lediglich aufschieben und dass die Nachfrage sich normalisieren werde. Über längere Sicht will Dell ein jährliches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent erreichen. Der operative Gewinn solle 7 Prozent oder mehr des Umsatzes betragen. Das hänge allerdings von der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit möglichst einem zweistelligen Wachstum der Nachfrage nach Computern ab.

Im vorigen Geschäftsquartal stürzte Dells Nettogewinn um 63 Prozent auf 290 Millionen US-Dollar (209 Millionen Euro) ab. Dabei belasteten Dell auch hohe Einmalkosten für den Konzernumbau. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. (anw)