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Dell will Alienware übernehmen

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Dell, der PC-Marktführer aus Round Rock/Texas, will die auf Highend-Rechner spezialisierte Firma Alienware aus Miami/Florida übernehmen und als Tochterunternehmen weiterführen. Kommt die Übernahme, wie jetzt geplant, zustande, wird Dell über Alienware tatsächlich Rechner mit AMD-Prozessoren verkaufen. Erste Gerüchte, die vor einiger Zeit zur Übernahme aufgetaucht waren, hatte Dell damals noch dementiert.

Dell hat bereits vor einem halben Jahr damit begonnen, eine Art "Edel-PC-Baureihe" unter dem Namen Dimension XPS aufzubauen, deren aktuelles Topmodell der 9930 US-Dollar teure XPS 600 Renegade mit übertaktetem Pentium Extreme Edition und vier Grafikprozessoren ist. Alienware-Produkte wie der ab 6930 US-Dollar teure Aurora ALX mit AMD Athlon 64 FX ergänzen diese Produktpalette. Alienware hat auch Gamer-Notebooks im Angebot.

Dell und Alienware wollen finanzielle und vertragliche Details ihres Deals nicht veröffentlichen. Alienware wurde vor zehn Jahren von den Jugendfreunden Nelson Gonzalez und Alex Aguila gegründet und war zunächst ausschließlich auf Spiele-PCs spezialisiert. In den letzten Jahren hat die Firma ihren Vertriebsbereich international erweitert. Im Januar hatte Alienware den ehemaligen Dell-Mitarbeiter Mark Vena als Vertriebsleiter eingestellt.

In den USA und Kanada gibt es mehrere Hersteller, die teure Highend-Rechner verkaufen, darunter etwa auch Voodoo-PC, WidowPC oder die Firma Liebermann, die ihre umfangreich ausgestatteten PCs auf einer aufwendig gestalteten Webseite präsentiert, die teilweise den Stil der Apple-Webseite imitiert. Einige der optisch aufwendig gestalteten Edel-Rechner unterscheiden sich technisch allerdings nur wenig von deutlich günstigeren Modellen, vor allem die Notebooks stammen meistens von fernöstlichen Zulieferern und sind in ähnlicher Ausstattung auch andernorts zu haben. (ciw)