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Dell will weltweit über 4 Millionen Notebook-Akkus austauschen [Update]

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Wegen möglicher Überhitzung und Brandgefahr ruft Dell weltweit über vier Millionen Lithiumionen-Akkus zurück. Die Akkus hat Sony hergestellt, und Dell hat sie zusammen mit Latitude-, Inspiron-, Precision- und XPS-Notebooks verkauft. Sie seien zwischen 1. April 2004 und dem 18. Juli 2006 an Kunden geliefert worden; Dell weist darauf hin, dass auch Austausch-Akkus, die zum Beispiel im Rahmen von Service-Fällen zu den Kunden kamen, zu den potenziell gefährlichen Stromlieferanten zählen können.

Auf einer eigens dafür eingerichteten Website erläutert Dell, wie man anhand einer Nummer auf dem Lithiumionen-Akku feststellt, ob man diesen austauschen sollte. Dell warnt davor, ein Notebook mit solchen Akkus weiterzubetreiben und empfiehlt dringend den Betrieb am Stromnetz.

Mittlerweile hat auch Dell Deutschland auf seiner Kundendienst-Seite einen Eintrag zur Rückrufaktion gemacht – schlecht übersetzt als "Batterierückruf". Für den Fall, dass man über das Webformular nicht weiterkommt, soll der Telefon-Support weiterhelfen.

Dells Rückruf von Millionen von Lithiumionen-Akkus dürfte die bislang größte Aktion dieser Art sein. Letztes Jahr riefen unter anderem Fujitsu Siemens, HP, Maxdata und auch wiederholt Dell insgesamt hunderttausende Notebook-Akkus zurück. Die Begründung war die gleiche: Überhitzungsgefahr.

Ob die jetzige Rückrufaktion im Zusammenhang mit dem explodierten Notebook während einer Konferenz im Juni in Japan steht, erläutert Dell nicht. Der Fall kam deshalb an die Öffentlichkeit, weil der Vorgang zufällig gefilmt wurde. (jr)

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