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Dells Ultrabook hat Smart Connect

Dells erstes Ultrabook heißt XPS 13 und kommt im März in den Handel. Das Gerät hält sich auch im Standby selbstständig auf dem Laufenden.

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Von
  • Florian Müssig

Dells XPS 13 besteht an der Unterseite aus Karbonfaser.

(Bild: Dell)

Dells erstes Ultrabook XPS 13 kommt im März auf den Markt und bringt versprochene, aber bislang ungesehene Neuerungen: In ihm debütiert Intels Smart Connect. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein einfacher Mechanismus: Versetzt man das Ultrabook ins Standby, so überprüft es in festgelegten Zeitabständen selbständig, ob neue Nachrichten eingegangen sind. Weckt der Nutzer das Notebook auf, ist es dann sofort nach dem Einschalten auf dem aktuellen Stand und muss nicht erst noch von Hand synchronisiert werden.

Laut Dell kann man Smart Connect auf Abstände zwischen fünf und sechzig Minuten einstellen, in denen das Notebook sich selbst aufweckt und nach neuen Nachrichten sucht. Dabei sollen aus Stromspargründen nur die Komponenten aktiv werden, die tatsächlich benötigt werden – der Bildschirm bleibt etwa aus. Der automatische Datenabgleich setzt zudem voraus, dass ein bekannter WLAN-Hotspot in Reichweite ist.

Ob Intels WLAN-Treiber – ein Centrino-Funkmodul ist für Smart Connect natürlich Pflicht – sich auch persönliche Login-Daten von kostenpflichtigen Hotspots merkt, die man üblicherweise an Flughäfen & Co antrifft, ist nicht bekannt. In Schulungsfolien beschreibt Intel allerdings das Szenario, dass sich das Notebook am Flughafen vor dem Boarding nochmal auf den aktuellen Stand bringt, man auf dem Flug mit dem aktuellen Datenbestand arbeitet und die geschriebenen Mails nach der Landung automatisch rausgeschickt werden.

Laut Dell arbeitet Smart Connect mit Microsoft Outlook und Facebook zusammen; andere Software und Dienste werden nicht erwähnt. Auch ist noch unklar, ob Smart Connect tatsächlich weiß, ob noch Daten übertragen werden, oder ob es das Notebook einfach fest für eine Zeitspanne aufweckt, in der sich Outlook beziehungsweise die geöffnete Facebook-Webseite aktualisiert. Bei zu kurzer Zeitspanne kann es zwar passieren, dass große Attachments nicht vollständig geladen werden, doch IMAP unterstützt ein Resumen – beim nächsten Aufwachen wird dann einfach ab der Abbruchstelle weitergeladen.

Das XPS 13 mit 13,3-Zoll-Bildschirm hat laut Dell eine kleinere Grundfläche als andere 13-Zoll-Notebooks; damit dürfte auch die Tastatur kleiner als bei Desktop-Tastaturen (19-Millimeter-Raster) ausfallen. Dell setzt aus optischen wie auch Stabilitätsgründen eine spiegelnde, stabile Gorilla-Glas-Scheibe über das Panel (1366 × 768 Punkte, 300 cd/m2). Der Rumpf besteht aus Aluminium, doch bis auf einen umlaufenden silbernen Rand sieht man davon nichts: Die Handballenablage ist gummiert, die Unterseite besteht aus Karbonfaser. Letzteres dürfte beim Gewichtsparen helfen, mit 1,4 Kilogramm ist das XPS 13 wie alle Ultrabooks ein Leichtgewicht.

Der fest eingebaute 47-Wh-Akku soll bis zu 8 Stunden durchhalten, der aktuelle Ladestand lässt sich über eine seitliche Anzeige aus fünf LEDs abrufen. Eine der beiden USB-Buchsen spricht USB 3.0, außerdem sind ein Kopfhörerausgang und ein Mini-DisplayPort vorhanden. Ein Kartenleser fehlt.

Dell wird das XPS 13 in drei Konfigurationen verkaufen: mit Core i5-2467M und 128 beziehungsweise 256 GByte SSD-Speicherplatz (1100 / 1300 Euro) und mit Core i7-2637M und 256er SSD (1500 Euro). 4 GByte DDR3-Speicher haben alle; eine günstigere Core-i3-Variante könnte später folgen. Dell will das XPS 13 auch im Business-Umfeld sehen und lockt die Administratoren mit TPM-Chip, Rund-um-die-Uhr-Hotline und optional bis zu drei Jahren Vor-Ort-Service. (mue)